Der Konzern sichert sich einen Anbieter autonomer KI-Agenten aus Singapur und zahlt dafür mehr als zwei Milliarden Dollar. Das junge Unternehmen wuchs in Rekordtempo auf 100 Millionen Dollar Jahresumsatz.
Mark Zuckerberg investiert weiter massiv. Meta hat die Übernahme von Manus vollzogen, einem Start-up, das Unternehmen autonome Softwareagenten im Abonnement anbietet. Die Akquisition soll dem Konzern erstmals unmittelbare Erlöse aus KI-Produkten bringen. Im Wettbewerb mit OpenAI und Google war Meta zuletzt ins Hintertreffen geraten. Die eigene Llama-Modellreihe kann mit den führenden Systemen nicht mithalten, zudem verließ der bisherige KI-Chef Yann LeCun das Unternehmen. Manus startete im März 2025 und erreichte nach nur acht Monaten einen wiederkehrenden Jahresumsatz von 100 Millionen Dollar. Zählt man nutzungsbasierte Einnahmen hinzu, liegt die Gesamtrate bei über 125 Millionen. Seit einem größeren Update wächst das Geschäft monatlich um mehr als 20 Prozent. Weltweit setzen Millionen Anwender die Plattform täglich ein.
Die Technologie unterscheidet sich von herkömmlichen Dialogsystemen. Die Agenten von Manus erledigen komplexe Aufgaben eigenständig. Marktforschung, Programmierung und Datenanalyse laufen automatisch ab, ohne dass Nutzer jeden Schritt vorgeben. Selbst mobile Anwendungen lassen sich aus natürlichsprachlichen Beschreibungen heraus entwickeln. Seit dem Start verarbeitete die Plattform mehr als 147 Billionen Tokens. Eigene Sprachmodelle besitzt Manus nicht. Das System nutzt die Technologie von Anthropic, Alibaba und OpenAI. Meta könnte künftig eigene Modelle einbinden. Das Team umfasst 105 Beschäftigte an Standorten in Singapur, Tokio und San Francisco. Ein Büro in Paris steht kurz vor der Eröffnung. Langfristig plant Meta die Integration in seine Plattformen mit Milliarden Nutzern.




