Gemeinsam mit dem Kanton beziffert das Beratungshaus die Kosten der Überalterung und sieht in künstlicher Intelligenz den wirksamsten Gegenhebel.
Bis 2050 könnten dem Kanton 300.000 Arbeitskräfte fehlen. Die Geburtenrate liegt bei mageren 1,23 Kindern pro Frau. Immer mehr Rentner stehen immer weniger Erwerbstätigen gegenüber. Die Folge: Das Bruttoinlandsprodukt könnte um ein Fünftel unter seinem Potenzial bleiben.
Drei Stellschrauben haben die Autoren identifiziert. Erstens: Menschen arbeiten länger, mehr oder häufiger. Zweitens: Produktivität steigt durch Technologie. Drittens: Die Bevölkerung wird durch Zuwanderung oder höhere Geburtenraten jünger. Keine dieser Optionen reicht allein aus. Die Produktivität müsste viermal schneller wachsen als in den vergangenen 25 Jahren.
Zehn Maßnahmen hat die Studie auf Wirkung und Kosten geprüft. KI schneidet am besten ab. Die OECD rechnet mit Produktivitätsgewinnen von bis zu 0,9 Prozentpunkten jährlich. Zürichs Dienstleistungswirtschaft und der lokale KI-Cluster bieten gute Voraussetzungen, diese Potenziale zu heben. Deloitte-Chef Reto Savoia fordert zwei Dinge: ein flexibles Rentenalter statt der starren Grenze bei 65 und den konsequenten Einsatz von KI.
Finanzielle Anreize für höhere Geburtenraten oder subventionierte Kinderbetreuung fallen in der Analyse durch. Der Beitrag zur Schließung der Wirtschaftslücke steht in keinem Verhältnis zu den Kosten. Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh drängt zum Handeln. Die Zeit für abstrakte Zukunftsszenarien sei vorbei.




