Der chinesische Maschinenbauer Huixing übernimmt Teile des insolventen Rundstrickmaschinenherstellers aus Albstadt. Rödl begleitete die Käuferseite mit einem internationalen Team.
Ein über 120 Jahre altes Unternehmen erhält eine Zukunft. Huixing Machine Co. mit Sitz im chinesischen Shishi City sichert sich wesentliche Vermögenswerte von Mayer & Cie., einem der bekanntesten Namen im Rundstrickmaschinenbau. Die Verträge wurden Anfang Februar unterzeichnet. Zum Paket gehören die Immobilie am Stammsitz Albstadt sowie Tochtergesellschaften in China und Tschechien. Nach Erteilung der erforderlichen Genehmigungen durch deutsche und chinesische Behörden soll die Produktion wieder anlaufen.
Das Amtsgericht Hechingen eröffnete im Dezember 2025 das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung. Rückläufige Nachfrage und ein schwieriges Marktumfeld hatten den Familienkonzern in die Enge getrieben. Die Geschäftsführung arbeitete mit Martin Mucha von Grub Brugger als Generalbevollmächtigtem zusammen. Ilkin Bananyarli von Pluta übernahm die Sachwalterrolle. Nach Verfahrensbeginn wurde der Betrieb eingestellt und die Belegschaft entlassen.
Rödl stellte ein Team aus mehreren Ländern zusammen. Partner Jiawei Wang übernahm die Gesamtverantwortung und koordinierte die Verhandlungen sowie Fragen des chinesischen Rechts einschließlich Devisenvorschriften. Partner Thomas Fräbel und Associate Partnerin Claudia Geercken verantworteten die deutschen Rechtsthemen von der Prüfung bis zur außenwirtschaftsrechtlichen Freigabe. Die steuerliche Begleitung lag bei Associate Partnerin Dr. Melanie Köster. Für die tschechische Beteiligung waren Partner Hans-Ulrich Theobald und Associate Partner Jan Pavlik zuständig. Investor Xu Hongjie kündigte an, die Marke Mayer & Cie. als Qualitätssymbol zu bewahren. Gleichzeitig wolle er Abläufe modernisieren und digitalisieren. Am Standort Albstadt sollen weiterhin Premiummaschinen entstehen.




