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February 17, 2026
19.02.2026
2 Minuten Lesezeit

Der U-Boot-Spezialist Gabler nutzt den Defence-Boom und plant seinen Börsengang in Frankfurt mit 40 Millionen Euro Emissionserlös im Visier.

IPO mit klarem Verwendungszweck

Die Gabler Group strebt eine Notierung an der Frankfurter Wertpapierbörse an, voraussichtlich Anfang März 2026. Das Angebot umfasst sowohl neue als auch bestehende Aktien; aus den neuen Aktien erwartet Gabler einen Nettoemissionserlös von rund 40 Millionen Euro. Die Mittel sind zweckgebunden: Bilanzstärkung, organisches Wachstum und kleinere Akquisitionen. Mehrheitseigner Possehl-Gruppe bleibt nach dem Börsengang mit mindestens einer Minderheitsbeteiligung engagiert.

Auftragsbestand als Bewertungsanker

Gabler gilt als führender europäischer Anbieter von U-Boot-Ausfahrgerätesystemen und ist darüber hinaus in Unterwasserkommunikation, Datenmanagement sowie Energiespeicherlösungen zum Schutz kritischer Unterwasserinfrastruktur tätig. Per Ende Dezember 2025 verfügte das Unternehmen über einen Gesamtauftragsbestand von 359 Millionen Euro, davon 89,8 Millionen Euro als fester Auftragsbestand. Das Gesamtvolumen entspricht in etwa dem Sechsfachen des Nettoumsatzes der vergangenen zwölf Monate, ein Verhältnis, das Investoren im Defence-Segment typischerweise als Qualitätsmerkmal werten.

Timing trifft Momentum

Den Großteil seines Nettoumsatzes erwirtschaftet Gabler mit Verteidigungs- und verteidigungsbezogenen Lösungen - einem Segment, das angesichts steigender europäischer Verteidigungsbudgets strukturellen Rückenwind genießt. Für IPO-Berater und Corporate-Finance-Spezialisten ist das Timing bemerkenswert: Gabler kommt in einer Phase an den Markt, in der Defence-Werte bei institutionellen Investoren stark nachgefragt sind und Bewertungsaufschläge gegenüber zivilen Industrieunternehmen erzielt werden.