Volkswagen hat Gebote von Blackstone, EQT und CVC für seine Dieselmotorensparte Everllence erhalten. Die Bewertung liegt laut Financial Times bei 5 bis 6 Milliarden Euro, ein Verkauf würde VW helfen, sich auf sein Kerngeschäft zu konzentrieren.
Volkswagen hat nach Informationen der Financial Times Gebote von führenden Private-Equity-Häusern für seine Dieselmotorensparte Everllence erhalten. Zu den Bietern zählen Blackstone, EQT und CVC. Potenzielle Käufer bewerten Everllence, das Schiffsmotoren und Wärmepumpen herstellt, mit 5 bis 6 Milliarden Euro. Die Frist für die Gebote der ersten Runde im Verkaufsprozess endete spät am 12. Februar 2026. Neben den drei großen PE-Fonds plant auch der japanische Maschinenbauer Yanmar ein Angebot, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen mitteilten. Ein Volkswagen-Sprecher erklärte, das Unternehmen prüfe strategische Optionen für das Geschäft, wollte sich jedoch nicht weiter äußern.
Everllence ist die umbenannte ehemalige MAN Energy Solutions und gehört zum Volkswagen-Konzern. Ein Verkauf könnte dem deutschen Autobauer ermöglichen, sich stärker auf sein Kerngeschäft zu konzentrieren. VW steht unter erheblichem Druck durch hohe Zölle, harte Konkurrenz aus China und einen kostenintensiven Wandel zur Elektromobilität. Der Verkauf von Non-Core-Assets wie Everllence entspricht einer typischen Portfolio-Optimierungsstrategie, um Kapital für strategisch wichtigere Bereiche freizusetzen. Auch Volkswagens Muttergesellschaft Porsche SE, über die ebenfalls berichtet wurde, dass sie ein Gebot in Erwägung ziehe, wollte sich am Mittwoch nicht zu der Angelegenheit äußern.
Das Bieterinteresse von drei der größten globalen PE-Häuser unterstreicht die Attraktivität von Industrials-Assets im Kontext der Energiewende. Everllence produziert nicht nur Dieselmotoren für Schiffe, sondern auch Wärmepumpen, was dem Portfolio eine Komponente für die Dekarbonisierung gibt. Für PE-Investoren bietet eine Bewertung von 5 bis 6 Milliarden Euro einen signifikanten Deal-Size mit potenziellem Operational-Upside durch Effizienzsteigerungen und strategische Repositionierung. Die nächste Phase des Verkaufsprozesses dürfte eine detaillierte Due Diligence und eine zweite Bieterrunde umfassen, bevor VW eine Entscheidung trifft.




