Das bisherige Vergütungssystem galt intern als kaum differenzierend: Selbst Manager ohne messbaren Beitrag zum Unternehmenserfolg kassierten verlässlich ihre Boni. Ab 2027 steigt der individuelle Leistungsanteil am Bonus von 13 bis 17 Prozent auf 35 Prozent. Parallel sinkt der langfristige Bonusanteil von bis zu 60 Prozent auf 40 Prozent. Zudem prüft Volkswagen einen separaten Spar-Bonus, der verhindern soll, dass hohe Restrukturierungskosten die Motivation der Führungskräfte bremsen.
Um die neue Leistungskultur durchzusetzen, führt Volkswagen ein dreistufiges Bewertungssystem ein, das auf Zielerreichung, Verhalten und Wirkung basiert. Top-Performer werden über einen sogenannten Impact-Index hervorgehoben. Erstmals werden Manager damit direkt vergleichbar. Rückstufungen sind ausdrücklich vorgesehen: Wer nicht liefert, rutscht eine Ebene tiefer oder scheidet aus dem Konzern aus.
Die bisherigen Führungskreise TMK und OMK werden durch ein vereinfachtes Vier-Level-Modell ersetzt. Level 1 umfasst die 400 absoluten Top-Manager, Level 2 weitere 1.200 strategische Führungskräfte. Level 3 und 4 kümmern sich ums operative Geschäft mit insgesamt 14.400 Positionen. Im Juli soll der Aufsichtsrat über den Plan abstimmen.




