Veritas Capital hat seinen neunten Flagship-Fonds mit 15,3 Milliarden Dollar geschlossen, ein Plus von 40 Prozent gegenüber dem Vorgänger. Der Fokus liegt auf Software, Aerospace, Defense, National Security und Healthcare.
Veritas Capital, ein auf Government-Services, Defense und National Security spezialisierter Private-Equity-Manager mit 54 Milliarden Dollar Assets under Management, hat am 18. Februar 2026 den Abschluss seines neunten Flagship-Fonds bekannt gegeben. Der Fonds erreichte 15,3 Milliarden Dollar, davon 14,4 Milliarden Dollar im Hauptvehikel, das bereits im September 2025 geschlossen wurde. Zusätzliche Mittel stammen aus Separately Managed Accounts. Das Volumen liegt 40 Prozent über dem Vorgänger Fund VIII, der 2022 mit 10,7 Milliarden Dollar abgeschlossen hatte. Zu den Limited Partners zählen Calpers mit 400 Millionen Dollar, der New York State Common Retirement Fund mit 300 Millionen Dollar sowie der Oregon Investment Council und das Arkansas Teacher Retirement System.
Der erfolgreiche Abschluss hebt sich deutlich vom schwierigen Fundraising-Umfeld ab, in dem laut PitchBook das PE-Fundraising in den vier Quartalen bis Q3 2025 um 32,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurückging. Veritas profitiert von überdurchschnittlichen Cash-on-Cash-Returns: Die ersten sechs PE-Fonds der Firma mit Vintage Years von 1997 bis 2017 haben alle mehr als das Zweifache des eingesetzten Kapitals an Investoren ausgeschüttet. Fund VI aus 2017 erreichte 2,5x bei einem Top-Decile-Schwellenwert von 1,89x. Zu den Portfolio-Investments zählen Peraton, ein Government-IT-Services-Anbieter, der 2021 mit Perspecta fusionierte, sowie Chromalloy, ein Hersteller von Aftermarket-Teilen für Flugzeuge, und Frontgrade Technologies, das Komponenten für Satelliten und Defense Agencies produziert.
Trotz des erfolgreichen Closings steht der Sektor unter Druck: Laut PitchBooks Q4 2025 Aerospace & Defense Report fiel der Exit-Wert PE-gestützter Aerospace- und Defense-Unternehmen im Jahresvergleich um 31 Prozent. Jim Corridore, Lead Analyst bei PitchBook, führt dies auf gestiegene Bewertungen, Unsicherheit im Defense-Budget und ein enges IPO-Fenster zurück. Der US-Kongress genehmigte am 3. Februar 2026 das Defense-Budget für das Fiskaljahr 2026 mit 838,5 Milliarden Dollar, das nun auf die Unterschrift von Präsident Trump wartet. Im Oktober 2025 trafen sich Vertreter des Weißen Hauses mit PE-Führungskräften, um privates Kapital zur Ergänzung des föderalen Defense-Budgets zu mobilisieren.




