Das Unternehmen hilft Marken, ihre Sichtbarkeit in KI-Antwortsystemen zu messen. Anderthalb Jahre nach der Gründung läuft das Geschäft so gut, dass jetzt ein Büro in New York eröffnet wird.
Wer heute eine Frage hat, tippt sie oft nicht mehr bei Google ein, sondern wendet sich an ChatGPT, Perplexity oder ähnliche Dienste. Für Unternehmen entsteht dadurch ein Problem: Sie wissen kaum, ob ihre Produkte in den Antworten dieser Systeme überhaupt vorkommen und in welchem Licht sie dort erscheinen. Genau dafür hat Peec AI eine Lösung gebaut. Die Software analysiert, wie sichtbar Marken in KI-Antworten sind, und liefert Marketingverantwortlichen handfeste Daten. Zu den Anwendern zählen laut Firmenangaben mittlerweile mehr als 2.500 Kunden, unter ihnen Hugo Boss, TUI und Squarespace.
Die Bilanz fällt beeindruckend aus. Seit dem Marktstart vor 16 Monaten hat das Startup eine Größenordnung erreicht, für die andere Firmen Jahre brauchen. Der jährlich wiederkehrende Umsatz liegt nach eigenen Angaben bei zehn Millionen Dollar, doppelt so viel wie noch im Winter. Auch die Belegschaft ist explodiert: von 25 auf über 70 Köpfe in einem halben Jahr. Mitgründer Marius Meiners erklärt den Erfolg mit dem richtigen Thema zur richtigen Zeit. Wenn ein Markt boome, helfe das beim Wachsen. Allerdings tummelten sich auch viele Wettbewerber auf dem Feld, weshalb es ein starkes Team brauche.
Den größten Schub liefert derzeit der amerikanische Markt. Peec AI mietet deshalb Büroflächen in New York, ausgelegt für 30 Mitarbeiter. In drei Wochen ziehen die ersten ein. Bis Jahresende soll der Standort voll sein. Meiners schwärmt von der Atmosphäre der Stadt und betont den praktischen Nutzen einer lokalen Präsenz. Gerade bei größeren Verträgen helfe es, Kunden persönlich gegenübersitzen zu können.
Bei Geldgebern war Peec AI von Anfang an gefragt. Die erste Finanzierungsrunde über sieben Millionen Euro stand angeblich innerhalb von 24 Stunden. Im November folgte eine zweite Runde mit 21 Millionen Dollar. Zusammen hat das Startup damit rund 29 Millionen Dollar eingesammelt. Die Pläne reichen über das aktuelle Produkt hinaus. Künftig soll die Plattform nicht nur Sichtbarkeit messen, sondern auch zeigen, wie Marken wahrgenommen werden und konkrete Empfehlungen für Marketingteams liefern.




