Ein Gericht in Ontario hat ein Settlement zwischen Canopy Growth und KPMG in einer Wertpapier-Sammelklage bestätigt, die konkrete Vergleichssumme bleibt vorerst unter Verschluss.
Auslöser der jahrelangen Auseinandersetzung war der KPMG-Prüfungsbericht zum Geschäftsjahr, das am 31. März 2022 endete, konkret der Vorwurf, dieser habe irreführende oder fehlerhafte Angaben enthalten. Solche Zweifel wiegen in der Cannabis-Branche besonders schwer, wo volatile Wertberichtigungen und Bilanzierungsannahmen in der Vergangenheit häufig zu Kurskorrekturen führten. Anspruchsberechtigt aus dem nun bestätigten Vergleich sind Käufer von Wertpapieren am Sekundärmarkt im Zeitraum vom 1. Juni 2021 bis zum 22. Juni 2023.
Betroffene haben nach der offiziellen Bekanntmachung 45 Tage Zeit, um aus der Sammelklage auszutreten, Einsprüche gegen die gerichtliche Bestätigung müssen spätestens 15 Tage vor dem Anhörungstermin vorliegen. Zur Höhe der Vergleichssumme schweigen sich beide Seiten bislang aus, ein Umstand, der weniger als Verschleierung denn als Signal gelesen wird: Der Markt bewertet den Fall primär als beseitigtes Risiko, nicht als abgeschlossene Zahlenfrage.
Auch nach der juristischen Entlastung zeigt sich Canopy Growth an der Börse gespalten: Die Aktie notiert bei 0,7926 Euro, ein Tagesplus von 1,38 Prozent, auf Jahressicht steht jedoch ein Minus von 23,93 Prozent zu Buche. Bei einer Marktkapitalisierung von 350,57 Millionen Euro zeigt sich, dass rechtliche Klarheit allein die strukturellen Bewertungsfragen des Unternehmens nicht auflöst.




