Die Deutsche Beteiligungs AG hat ihre Beteiligung an der Gießereigruppe Silbitz an den Investor VTC veräußert. Während der Haltedauer diversifizierte das Management die Endmärkte deutlich und steigerte die EBITDA-Marge wieder auf über 10 Prozent.
Die Deutsche Beteiligungs AG veräußert gemeinsam mit dem von ihr beratenen Fonds DBAG Fund VI ihre Beteiligung an der Gießereigruppe Silbitz an die Beteiligungsgesellschaft VTC, die über die Beteiligung am Windkraftkomponenten-Hersteller BAETTR bereits Energiesektor-Expertise mitbringt. Die Transaktion wurde im August vollzogen, über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Silbitz ist eine im deutschen Mittelstand verwurzelte Gießereigruppe mit Standorten in Deutschland und der Slowakei, die komplexe Gussteile für industrielle Anwendungen produziert. Während der Beteiligungsdauer verbreiterte das Management das Endmarktprofil gezielt. Neben Eisenbahn und Energieerzeugung baute Silbitz die Bereiche Offshore-Windenergie, Verteidigung und Nuklearrecycling auf und akquirierte 2021 die auf Offshore-Windkomponenten spezialisierte Eisengießerei Torgelow.
Der Beteiligungszeitraum war von der Corona-Pandemie und dem Beginn des Russland-Ukraine-Konflikts geprägt, der Materialkosten und Energiepreise deutlich in die Höhe trieb. Das Management begegnete diesen Belastungen unter anderem mit der konsequenten Ausweitung in neue Endmärkte, was dazu beitrug, die EBITDA-Marge im Geschäftsjahr 2025 wieder auf mehr als 10 Prozent zu steigern. Operativ senkte das Unternehmen zudem die Ausschussquote am Standort Silbitz von rund sieben auf drei bis vier Prozent. DBAG-Vorstand Jannick Hunecke sagt, CEO Torsten Tiefel und sein Team hätten das Unternehmen strategisch konsequent weiterentwickelt, mit VTC sei ein guter Partner für die weitere Entwicklung gefunden worden. Für den DBAG Fund VI markiert die Transaktion den planmäßigen Abschluss des Investitionszyklus.




