Nach dem Datenskandal verordnet sich KPMG Australia einen harten Sparkurs, während Chairman Ebeid und Vize Mortell ihr Verhalten vor dem Ausschuss verteidigen müssen.
Erstmals liegen Zahlen zum Sanierungsprogramm vor. KPMG Australia streicht 5 Prozent der Belegschaft und kürzt die Partnervergütung um 13 Prozent, betroffen sind zunächst 27 Partner und 360 Mitarbeitende. Auslöser ist der Datenmissbrauchsskandal, der bereits auf künftige Umsätze durchschlägt: Der Jahresumsatz sank zum 30. Juni um 1 Prozent auf 2,1 Milliarden Dollar, ein Rückgang im Consulting, den Zuwächse in Audit, Steuern und Recht nur teils auffingen. Die durchschnittliche Partnervergütung fällt um rund 72.000 auf 645.000 Dollar. Der Abbau ist Teil des Programms Project Vector und könnte am Ende bis zu 1.000 Stellen erfassen.
Vor dem Ausschuss geriet vor allem Chairman Michael Ebeid unter Druck. Er übernahm die Verantwortung für die zunächst gescheiterte interne Untersuchung, hält sich aber selbst für den geeigneten Mann, die Probleme zu lösen, eine Logik, die der Senator Paul Scarr scharf hinterfragte. Ebeid räumte ein, als Mitglied des zuständigen Unterausschusses nicht hartnäckig genug nachgefasst zu haben. Vize Carmel Mortell, die den Unterausschuss leitete, entschuldigte sich dafür, dem Rat der Kanzlei Allens gefolgt zu sein, im Report keine E-Mails zu durchsuchen, und bat den Whistleblower ausdrücklich um Verzeihung.




