Ruiyu Li forscht mit 26 Jahren bei Meta an KI-Systemen und verdient über 250.000 Dollar. Ihr Werdegang zeigt, was Bewerber im KI-Bereich heute mitbringen sollten.
Li schloss 2023 ihren Master in maschinellem Lernen an der Carnegie Mellon University ab, in einem damals schwierigen Tech-Arbeitsmarkt. Karrieremessen brachten ihr wenig, am Ende erhielt sie trotzdem drei Angebote großer Tech-Unternehmen. Zunächst ging sie zu Microsoft, später wechselte sie zu Meta. Wer in die KI-Branche einsteigen wolle, brauche solide Grundlagen in Algorithmen und Programmierung, sagt Li. Entscheidend sei aber vor allem praktische Erfahrung, etwa durch ein Praktikum bei einem Start-up oder eigene veröffentlichte Forschung.
Vor Meta forschte Li an acht KI-Laboren zu verschiedenen Bereichen des maschinellen Lernens. Bei Meta überträgt sie diese Grundlage auf KI-Systeme im praktischen Einsatz, wo Modellqualität mit Skalierbarkeit und Zuverlässigkeit zusammenspielen muss. Während ihres Studiums arbeitete sie in einem Praktikum bei einem Start-up an der Automatisierung von Videobearbeitung. Bei Microsoft entwickelte sie eine Pipeline zur Videogenerierung für Bing Copilot, die anschließend in den regulären Betrieb übernommen wurde. Bei der Bewertung von Bewerbern achtet Li heute vor allem darauf, ob sie eigene Forschung oder Open-Source-Projekte vorweisen können, reine Lebenslauf-Einträge reichen ihr nicht.




