Der KI-Konzern entwickelt offenbar eine Plattform mit biometrischer Zugangskontrolle. Die Verbindung zu Sam Altmans Blockchain-Projekt World ließ den Worldcoin-Token zeitweise um über 40 Prozent steigen.
Wer ist Mensch, wer ist Maschine? Diese Frage beschäftigt soziale Netzwerke zunehmend. OpenAI entwickelt laut Forbes eine Antwort: eine Plattform, die automatisierte Accounts von vornherein ausschließt. Nutzer müssten ihre menschliche Identität biometrisch nachweisen, bevor sie Zugang erhalten. Ein kleines Entwicklerteam treibt das Vorhaben voran. Das Unternehmen kommentierte die Berichte nicht. Für die Verifikation prüfen die Entwickler unter anderem den World Orb. Das Gerät erfasst Irismuster und erzeugt daraus einen eindeutigen digitalen Ausweis. Der Scanner gehört zum Ökosystem World, das von Tools for Humanity betrieben wird. Sam Altman hat dieses Unternehmen mitgegründet und sitzt ihm vor. Seine parallele Führungsrolle bei OpenAI verbindet beide Projekte auf ungewöhnliche Weise und wirft Fragen nach strategischen Synergien auf.
Die Märkte reagierten prompt. Nach Bekanntwerden der Forbes-Recherche schoss der Worldcoin-Token um bis zu 42 Prozent nach oben. Am nächsten Tag folgte eine Korrektur von über 20 Prozent. World vergibt digitale Identitäten an Personen, die sich per Orb registrieren, und belohnte Teilnehmer früher mit Token. OpenAI könnte auf bestehende Reichweite bauen. ChatGPT erreichte innerhalb weniger Wochen 100 Millionen Anwender und zählt mittlerweile ein Vielfaches davon. Ob sich dieser Erfolg auf eine Plattform mit biometrischer Zugangshürde übertragen lässt, bleibt offen.
Branchenbeobachter erwarten, dass KI-gesteuerte Agenten bis Ende des Jahrzehnts den Großteil des globalen Internetverkehrs erzeugen werden. Die Unterscheidung zwischen echten Nutzern und Maschinen wird damit zur zentralen Aufgabe digitaler Plattformen.




