EY: Konzernchefs trotzen der Konjunktur

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February 12, 2026
12.02.2026
2 Minuten Lesezeit

Der aktuelle CEO-Survey von EY-Parthenon zeigt wachsende Skepsis gegenüber der Wirtschaftsentwicklung, zugleich bleibt das Vertrauen in Künstliche Intelligenz als Wettbewerbsfaktor ungebrochen.

Gesamtwirtschaft bereitet Sorgen

Die Stimmung in den Vorstandsetagen kühlt ab. Vor vier Monaten blickten noch 84 Prozent der befragten Konzernlenker weltweit optimistisch auf die konjunkturelle Entwicklung. Inzwischen ist dieser Anteil auf 68 Prozent gefallen. In Deutschland zeigt sich der Umschwung noch deutlicher. Der Wert sank von 87 auf 56 Prozent. Geopolitische Verwerfungen, handelspolitische Unsicherheiten und wirtschaftliche Risiken drücken auf die Erwartungen. Das zeigt der aktuelle CEO-Survey von EY-Parthenon, für den weltweit 1.200 Unternehmenslenker befragt wurden, darunter 100 aus Deutschland.

Eigenes Geschäft als Lichtblick

Anders sieht es beim Blick auf das eigene Unternehmen aus. Hier dominiert Zuversicht. Weltweit rechnen 92 Prozent der Befragten mit steigenden Umsätzen, in Deutschland sind es sogar 96 Prozent. Die Konzernchefs trauen sich zu, trotz widriger Umstände Wachstum zu erzielen und Margen zu verbessern. Das Vertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit übersteigt offenbar die Sorgen über externe Rahmenbedingungen.

Technologie als Erfolgsfaktor

Ein wesentlicher Grund für diese Zuversicht liegt in den bisherigen Erfahrungen mit Künstlicher Intelligenz. Fast acht von zehn Befragten weltweit berichten, dass KI-Projekte ihre Erwartungen übertroffen haben. In Deutschland sind es 83 Prozent. Sandra Krusch, Managing Partner bei EY-Parthenon Deutschland, bezeichnet die Technologie als wichtigsten Hebel für Wettbewerbsfähigkeit im laufenden Jahr. Erste Anwendungen seien erfolgreich umgesetzt, nun stünden tiefgreifendere Implementierungen in Forschung und Verwaltung an.

Investitionen werden umgeschichtet

Die geopolitischen Spannungen zwingen zu Anpassungen. 83 Prozent der Konzerne haben ihre Investitionsplanung zuletzt verändert. Asiatische Unternehmen agieren dabei offensiver als europäische. Deutschland bleibt dennoch attraktiv. Fast jeder fünfte Konzern weltweit plant Investitionen hierzulande.