Bei der MediaMarkt-Saturn-Mutter steht ein Führungswechsel bevor. Der bisherige Finanzvorstand soll die Konzernleitung übernehmen, während CEO Kai-Ulrich Deissner das Unternehmen verlässt.
Kai-Ulrich Deissner will sein Mandat noch in diesem Jahr niederlegen. Der 57-Jährige begründet den Schritt mit privaten Motiven: Er wolle "Prioritäten neu ordnen" und ein "neues Kapitel aufschlagen". Deissner kam 2023 als Finanzchef von der Deutschen Telekom zum Elektronikhändler. Erst im Mai 2025 rückte er an die Konzernspitze nach, als Vorgänger Karsten Wildberger ins Bundeskabinett von Kanzler Friedrich Merz wechselte. Der Aufsichtsrat tagt am 12. März über die Nachfolge. Offen bleibt, wer künftig die Finanzverantwortung trägt.
Remko Rijnders kam erst vor wenigen Monaten in den Vorstand. Der 47-jährige Niederländer arbeitet jedoch schon lange für den Konzern. Seine Karriere begann 2008 als Filialleiter in den Niederlanden. Über verschiedene Stationen, darunter Handelschef in Deutschland und Geschäftsführer im Benelux-Raum, stieg er 2023 zum Betriebsvorstand der Handelsgruppe auf. Mit seiner Ernennung zum CFO im Mai 2025 erreichte er den Vorstand.
Deissner hinterlässt ein stabileres Unternehmen als er es vorgefunden hat. Der Konzern erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2024/25 einen Umsatz von 23,1 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis kletterte auf 378 Millionen Euro, der Cashflow verbesserte sich um 218 Millionen auf 337 Millionen Euro. Der Digitalanteil, inklusive Marktplatzgeschäft, macht mittlerweile ein Viertel des Geschäfts aus. Für Rijnders stehen dennoch große Aufgaben an: Die digitale Transformation läuft weiter, gleichzeitig steht die Übernahme durch den chinesischen Online-Riesen JD.com kurz bevor. Nach Vollzug des Deals soll Ceconomy die Börse verlassen.




