TenneT Germany investiert 10 Mrd. Euro

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March 10, 2026
11.03.2026
2 Minuten Lesezeit

Vier internationale Großinvestoren sichern die Eigenkapitalbasis von TenneT Germany, während das Unternehmen 2025 mit 10 Milliarden Euro Rekordinvestitionen seinen Wachstumskurs untermauert.

Zahlen, die für sich sprechen

Das vergangene Geschäftsjahr war für TenneT Germany in jeder Hinsicht außergewöhnlich. Mit einem Investitionsvolumen von gut zehn Milliarden Euro wurde mehr Kapital in den Ausbau der deutschen Strominfrastruktur gesteckt als je zuvor. Das operative Ergebnis zog mit einem Plus von 44 Prozent auf 1,57 Milliarden Euro nach, die regulierte Vermögensbasis kletterte um knapp ein Drittel auf 36,79 Milliarden Euro. Das Unternehmen, das seit Jahresbeginn 2025 organisatorisch vollständig von TenneT Netherlands getrennt ist, erwartet 2026 eine weitere Steigerung in ähnlichem Tempo.

Drei Staatsfonds, eine Förderbank, 12,8 Milliarden Eigenkapital

Hinter dem Investitionsprogramm steht eine ungewöhnlich breite internationale Eigentümerkoalition. APG, der Vermögensverwalter des niederländischen Pensionsfonds ABP, tritt gemeinsam mit dem singapurischen Staatsfonds GIC und Norges Bank Investment Management an und stellt zusammen bis zu 9,5 Milliarden Euro bereit. Ergänzt wird die Runde durch die KfW, die im Bundesauftrag 25,1 Prozent der Anteile für 3,3 Milliarden Euro übernimmt. Sämtliche Transaktionen unterliegen noch regulatorischen Genehmigungen und sollen Mitte 2026 abgeschlossen werden.

Vom Konzernteil zum eigenständigen Kapitalmarktakteur

Parallel zur Eigenkapitalseite hat TenneT Germany eine vollständig neue Fremdfinanzierungsstruktur aufgebaut. Eine revolvierende Kreditfazilität über 12 Milliarden Euro mit europäischen, japanischen und amerikanischen Banken wurde im Oktober 2025 erfolgreich platziert. Ein Green Finance Framework und ein Debt Issuance Programme über 35 Milliarden Euro schaffen die Grundlage, künftig eigenständig am Anleihemarkt aufzutreten. Auf der operativen Seite gingen mit BorWin5 und DolWin5 zwei neue Offshore-Netzanbindungen in Betrieb, die die Übertragungskapazität für Windenergie in der Nordsee auf rund zehn Gigawatt erhöhen.