Suleyman warnt vor KI-Umbruch

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February 19, 2026
20.02.2026
2 Minuten Lesezeit

Der KI-Chef von Microsoft rechnet damit, dass Künstliche Intelligenz die meisten Bürotätigkeiten binnen anderthalb Jahren automatisieren kann. Andere Branchengrößen teilen diese Einschätzung.

Prognose mit kurzer Frist

Zwölf bis achtzehn Monate: So lange dauert es nach Einschätzung von Mustafa Suleyman, bis KI-Systeme bei klassischen Schreibtischarbeiten das Niveau menschlicher Fachkräfte erreichen. In einem Gespräch mit der Financial Times nannte er konkrete Berufsgruppen: Juristen, Buchhalter, Projektverantwortliche, Marketingexperten. Wer am Computer arbeite, müsse sich auf grundlegende Veränderungen einstellen. In der Softwareentwicklung zeigt sich, wohin die Reise geht. Viele Beschäftigte lassen bereits den Großteil ihres Codes von KI-Werkzeugen erzeugen. Suleyman spricht von einer völlig neuen Beziehung zur Technologie, die sich in wenigen Monaten herausgebildet habe. Was heute Entwickler betrifft, könnte morgen andere Berufsfelder erfassen.

Stimmen aus der Wissenschaft

Stuart Russell, Verfasser eines der weltweit wichtigsten Lehrbücher zu Künstlicher Intelligenz, berichtet von Politikern, die mit Arbeitslosenquoten von 80 Prozent durch KI rechnen. Von chirurgischen Tätigkeiten bis zur Unternehmensführung sieht er kaum einen Bereich als sicher an. Dario Amodei führt eines der führenden KI-Unternehmen. Er geht davon aus, dass die Hälfte aller Einstiegspositionen im Bürobereich wegfallen könnte. Wer solche Technologie entwickle, trage Verantwortung, offen über die Konsequenzen zu sprechen. Vielen sei nicht bewusst, welche Umwälzungen bevorstehen.

Produktivität hat Schattenseiten

Höhere Leistung bringt nicht nur Vorteile. Berichte über Erschöpfung in der Softwarebranche zeigen, dass KI-gestützte Arbeit auch belastet. Beschäftigte übernehmen mehr Aufgaben gleichzeitig, während Unternehmen Effizienzgewinne erwarten.