Deloitte löst PwC bei easyJet ab

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March 2, 2026
02.03.2026
3 Minuten Lesezeit

Die britische Billigfluggesellschaft wechselt ihren Wirtschaftsprüfer. Nach einem Auswahlverfahren erhält Deloitte den Zuschlag.

Staffelstab wechselt die Hände

Der Londoner Flugkonzern easyJet sortiert seine Beziehungen zu Wirtschaftsprüfern neu. PricewaterhouseCoopers verabschiedet sich aus dem Mandat, Deloitte rückt nach. Ende Februar wurde der Wechsel offiziell vollzogen. Für beide Seiten endet damit eine Zusammenarbeit, die über Jahre Bestand hatte.

Abschied ohne Misstöne

Die Trennung von PwC verlief geräuschlos. Die bisherige Prüfungsgesellschaft schloss zunächst noch laufende Arbeiten ab, darunter Aufgaben im Zusammenhang mit dem Anleiheprogramm der Airline. Anschließend legte sie ihr Amt nieder. In einer Erklärung stellte PwC klar, dass keine Vorkommnisse existieren, über die Anteilseigner oder Gläubiger informiert werden müssten. Der Rückzug erfolgte im Einvernehmen.

Ausschreibung lief bereits 2024

Die Weichen für den Wechsel wurden frühzeitig gestellt. Bereits vor zwei Jahren startete easyJet ein wettbewerbliches Verfahren zur Neubesetzung der Abschlussprüfung. Mehrere Gesellschaften reichten Angebote ein. Deloitte überzeugte das Auswahlgremium und erhielt den Zuschlag. Die Aktionäre werden auf der Hauptversammlung im kommenden Jahr über die formelle Bestellung abstimmen.

Dokumentation nach Vorschrift

Britisches Gesellschaftsrecht verlangt bei einem Prüferwechsel bestimmte Formalitäten. PwC hat der Fluggesellschaft eine entsprechende Stellungnahme übergeben. Diese wird an die Anteilseigner versandt und bei der Finanzaufsicht hinterlegt. Im Geschäftsbericht des Vorjahres hatte easyJet die bevorstehende Veränderung bereits angekündigt.

Frischer Blick auf die Bücher

Regelmäßige Wechsel in der Abschlussprüfung sind in der Unternehmenswelt keine Seltenheit. Aufsichtsbehörden sehen darin ein Mittel gegen Betriebsblindheit und zu enge Verflechtungen zwischen Prüfer und Mandant. Für Deloitte öffnet sich mit easyJet der Zugang zu einem der größten Akteure im europäischen Luftverkehr. Die Gesellschaft wird künftig Einblick in das Zahlenwerk eines Konzerns erhalten, der jährlich Millionen Passagiere befördert.