Die US-Börsenaufsicht SEC schlägt vor, börsennotierten Unternehmen künftig nur noch halbjährliche statt vierteljährliche Berichte abzuverlangen. Der Vorstoß geht auf Initiative von Präsident Trump zurück.
Die US-Börsenaufsicht SEC hat einen Vorschlag in die Konsultation geschickt, der börsennotierten Unternehmen erlauben würde, über ihr Geschäft künftig nur noch alle sechs Monate statt vierteljährlich zu berichten. Nach einer 60-tägigen Kommentarphase kann die SEC die Regeländerung per Abstimmung in Kraft setzen. SEC-Chef Paul Atkins begründete den Vorstoß damit, dass die bisherigen Vorgaben Unternehmen und Investoren nicht die Freiheit ließen, selbst über die Berichtsfrequenz zu entscheiden. Relevante Faktoren seien dabei die Kosten der Berichtsvorbereitung, das Geschäftsmodell und die Entwicklungsphase des jeweiligen Unternehmens.
Die Diskussion über den Sinn von Quartalsberichten ist nicht neu. Kritiker argumentieren seit Jahren, die vierteljährliche Berichtspflicht verleite das Management zu kurzfristigem Denken auf Kosten langfristiger Wertschöpfung. Befürworter betonen dagegen den Transparenzgewinn, insbesondere für Privatanleger. Atkins kündigte an, die Lockerung der Quartalspflicht sei nur ein erster Schritt einer umfassenderen Reform der Regulierung für börsennotierte Unternehmen. Präsident Trump hatte sich bereits zuvor öffentlich für die Abschaffung der Quartalsberichtspflicht ausgesprochen.




