LinkedIn-Chef enthüllt: Die alten Bewerbungsregeln sind tot

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May 5, 2026
13.05.2026
2 Minuten Lesezeit

Ryan Roslansky, CEO von LinkedIn, hat gängige Karrieretipps mit Schulnoten bewertet. Sein Fazit: Wer heute im Arbeitsmarkt bestehen will, braucht nachweisbare KI-Kompetenzen und eine persönliche Marke, keine blumigen Anschreiben.

Sichtbarkeit schlägt Formalismus

In einem Video-Interview bewertet LinkedIn-CEO Ryan Roslansky verbreitete Karrieretipps: Anschreiben erhalten die Note 4, häufige Jobwechsel zur Gehaltssteigerung die Note 1. „Ich glaube, wir sind über ein paar Absätze hinaus, in denen steht: Ich bin ein guter Teamplayer“, so Roslansky. Es gehe vielmehr darum, tatsächlich zu zeigen, was man kann. Das Überarbeiten von Lebensläufen mit KI bewertet er ebenfalls mit einer 1, einen MBA mit einer 3. Diese Einschätzungen verweisen auf einen grundlegenden Wandel im Recruiting: Nachweisbare Fähigkeiten, Anpassungsfähigkeit und Sichtbarkeit rücken in den Vordergrund. Bob Sternfels erklärt, McKinsey habe seine Auswahlkriterien stärker auf Resilienz ausgeweitet. Der frühere Citadel-CTO Umesh Subramanian ruft Bewerber persönlich an, um deren Neugier zu testen.

KI-Kompetenz wird zur Einstellungsvoraussetzung

Roslanskys Ratschläge kommen zu einem Zeitpunkt, an dem sich der Arbeitsmarkt spürbar abkühlt: Die Einstellungen im Februar 2026 fielen auf den niedrigsten Stand seit den Corona-Lockdowns. Bewerber müssten ihre KI-Kompetenzen aktiv sichtbar machen: „Man muss zeigen können, dass man KI tatsächlich nutzen kann, um etwas zu entwickeln oder zu erschaffen.“ Die schlechteste Bewertung vergab Roslansky für den Rat, seiner Leidenschaft zu folgen. Er verweist dabei auf ein Gespräch mit NYU-Professor Scott Galloway: „Menschen, die dir raten, deiner Leidenschaft zu folgen, sind bereits reich. Wenn du eine Schnittmenge aus Leidenschaft und Fähigkeiten findest – also dem, worin du gut bist –, dann bist du auf dem richtigen Weg.“ Am positivsten bewertet Roslansky den Aufbau einer persönlichen Marke: Viele Menschen würden eingestellt, weil sie ihr Wissen öffentlich teilen, nicht nur weil sie Fähigkeiten im Lebenslauf auflisten.

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