Grant Thornton bewertet TenneT-Deal

blog main image
February 17, 2026
17.02.2026
2 Minuten Lesezeit

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft unterstützte die KfW mit einer Fairness Opinion beim Erwerb einer Minderheitsbeteiligung am größten deutschen Übertragungsnetzbetreiber.

Bund steigt bei Stromnetzbetreiber ein

Kritische Infrastruktur erhält staatliche Absicherung. Die KfW unterzeichnete Anfang Februar im Auftrag der Bundesregierung einen Vertrag über den Kauf von 25,1 Prozent an TenneT Germany. Das Unternehmen betreibt mehr als 14.000 Kilometer Stromtrassen und ist einer der aktivsten Investoren in Leitungsinfrastruktur an Land und auf dem Meer. Mit dem Anteil gewinnt der Bund Mitspracherechte bei Entscheidungen des Netzbetreibers. Die Kapitalbeteiligung soll Investitionen in den Netzausbau langfristig absichern und die Energieversorgung in einem zunehmend unsicheren Umfeld schützen. TenneT Germany spielt eine zentrale Rolle bei der Integration erneuerbarer Energien ins deutsche Stromsystem.

Wirtschaftsprüfer prüft Kaufpreis

Grant Thornton begleitete die Transaktion auf Seiten der KfW. Die Partner Prof. Dr. Martin Jonas und Dr. Alexander Budzinski verantworteten die Erstellung einer Fairness Opinion. Das Gutachten bewertet, ob der vereinbarte Kaufpreis in einem angemessenen Verhältnis zum Unternehmenswert steht. Solche Stellungnahmen dienen der Absicherung von Entscheidungsträgern bei bedeutsamen Transaktionen. Die KfW zählt zu den einflussreichsten Förderbanken weltweit. Allein im Jahr 2024 stellte sie über 112 Milliarden Euro für wirtschaftliche, soziale und ökologische Projekte bereit.