Olix entwickelt KI-Prozessoren ohne den umkämpften High Bandwidth Memory und hat dafür 220 Millionen Dollar eingesammelt. Die Bewertung liegt bereits bei einer Milliarde.
Wo andere auf knappe Ressourcen warten, geht Olix einen anderen Weg. Das 2024 gegründete Unternehmen aus London entwickelt Chips für Künstliche Intelligenz, die ohne High Bandwidth Memory funktionieren. Dieser Speichertyp gilt als Flaschenhals der Branche. Die Nachfrage übersteigt das Angebot, Lieferzeiten sind lang, und Besserung ist vor 2027 kaum zu erwarten. Olix umgeht das Problem mit einer Architektur, die SRAM-Technologie mit photonischen Komponenten verbindet.
Eine Finanzierungsrunde über 220 Millionen Dollar katapultiert das junge Unternehmen in den Klub der Milliarden-Bewertungen. Hummingbird Ventures, Plural, Vertex Ventures, LocalGlobe und Entrepreneurs First gehören zu den Geldgebern. Gründer James Dacombe führt parallel das Neurotechnologie-Unternehmen CoMind und bringt Erfahrung aus dem Hardware-Bereich mit.
Das Versprechen klingt ambitioniert: schneller und günstiger als die etablierten Lösungen von NVIDIA. Die optisch-digitale Prozessorarchitektur soll hohe Durchsatzraten ermöglichen, ohne von den aktuellen Engpässen abhängig zu sein. Betreiber großer Rechenzentren kämpfen derzeit um jede verfügbare Kapazität für KI-Anwendungen. Olix will genau diese Zielgruppe bedienen.
Die ersten Produkte sollen in zwei Jahren erscheinen. Bis dahin baut das Unternehmen seine Präsenz aus. Neben den britischen Standorten London und Bristol entstehen Büros in Austin, San Francisco und Toronto. Die geografische Streuung soll den Zugang zu Talenten und Kunden auf beiden Seiten des Atlantiks sichern.




