Apptronik schließt eine Finanzierungsrunde über 520 Millionen Dollar ab und will mit dem Kapital die Fertigung humanoider Maschinen ausweiten sowie neue Einsatzfelder erschließen.
Ein texanisches Unternehmen rückt in die erste Liga der Robotik-Branche vor. Apptronik hat frisches Kapital in Höhe von 520 Millionen Dollar eingeworben. Die Runde begann bereits im November mit einer Bewertung von 331 Millionen Dollar, doch das Interesse der Geldgeber übertraf die Erwartungen. Die Finanzierung wurde verlängert und aufgestockt. Inzwischen liegt der Unternehmenswert bei fünf Milliarden Dollar. Das Unternehmen aus Austin entwickelt humanoide Roboter unter der Bezeichnung Apollo. Im Unterschied zu Konzernen wie Tesla, die Robotik als Ergänzung zu Fahrzeuggeschäft und Energiespeichern betreiben, konzentriert sich Apptronik vollständig auf dieses Segment. CEO Jeff Cardenas formuliert eine ambitionierte Vision. Die Maschinen sollen nicht als bloße Werkzeuge fungieren, sondern als verlässliche Partner an der Seite von Menschen arbeiten. Das eingeworbene Kapital ermögliche es, eine weiterentwickelte Version des Apollo-Roboters vorzustellen und verkörperte Künstliche Intelligenz in verschiedenen Wirtschaftszweigen zu verankern.
AT&T und John Deere zählen zu den Investoren. Auch Risikokapitalfirmen und Unternehmer aus der Region Austin beteiligten sich. Die Zusammensetzung der Geldgeberrunde deutet auf wachsendes Interesse an humanoiden Robotern für industrielle Anwendungen hin. Apptronik plant, die Fertigungskapazitäten auszubauen und noch in diesem Jahr ein neues Modell auf den Markt zu bringen. Neben der Industrie stehen Einzelhandel und Gesundheitswesen als Einsatzfelder auf der Agenda. Langfristig sollen auch Privathaushalte erreicht werden. Geplant ist zudem der Aufbau spezialisierter Einrichtungen für Robotertraining und Datensammlung.




