Sozialgericht Frankfurt (Oder) hat neuen Chef

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March 10, 2026
10.03.2026
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Robert Lange steigt vom Vizepräsidenten zum Präsidenten auf. Der 48-Jährige ist dem Haus seit Beginn seiner Richterkarriere verbunden.

Beförderung im eigenen Haus

Brandenburg besetzt eine wichtige Gerichtsspitze aus den eigenen Reihen. Robert Lange übernimmt die Präsidentschaft am Sozialgericht Frankfurt (Oder). Justizminister Benjamin Grimm händigte ihm Anfang März die Ernennungsurkunde im Ministerium aus. Der Aufstieg krönt eine Laufbahn, die den Juristen seit fast zwei Jahrzehnten an dieses Gericht bindet. Lange absolvierte seine juristischen Staatsexamina in Sachsen. Nach dem Studium arbeitete er zunächst als Rechtsanwalt, entschied sich aber Ende 2006 für den Wechsel in die Justiz. Seitdem gehört er zum Sozialgericht Frankfurt (Oder). Eine Unterbrechung gab es nur für eine Abordnung ins brandenburgische Justizministerium, die zweieinhalb Jahre dauerte. 2018 wurde er zum aufsichtführenden Richter ernannt, drei Jahre später übernahm er die Stellvertreterposition.

Vorgängerin zog es nach Hamburg

Der Posten wurde frei, weil Meike Nürnberger das Gericht verlassen hat. Sie war die erste Frau an der Spitze eines Sozialgerichts in Brandenburg seit Gründung dieser Gerichtsbarkeit im Land. Aus persönlichen Gründen wechselte sie in den Justizdienst der Hansestadt.

Minister würdigt Erfahrung

Grimm lobte den neuen Präsidenten bei der Urkundenübergabe. Lange bringe fachliches Wissen, eine kooperative Arbeitsweise und ausgeprägtes Verantwortungsbewusstsein mit. Diese Eigenschaften machten ihn zur idealen Besetzung für die Leitung eines Gerichts, das er wie kein Zweiter kenne.

Zuständigkeit in Ostbrandenburg

Das Sozialgericht Frankfurt (Oder) ist eines von vier Häusern dieser Art im Land. Es entscheidet in erster Instanz über Streitigkeiten aus dem Sozialrecht. Der Sprengel umfasst die kreisfreie Stadt an der Oder sowie drei umliegende Landkreise: Barnim, Märkisch-Oderland und Oder-Spree. Tausende Verfahren jährlich beschäftigen die Richter dort mit Fragen zu Renten, Krankenversicherung und Grundsicherung.