Robinhood öffnet 658-Millionen-Venture-Fonds für Privatanleger

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March 9, 2026
09.03.2026
2 Minuten Lesezeit

Mit dem Börsengang seines Flaggschiff-Venture-Fonds unter dem Tickersymbol RVI öffnet Robinhood den Zugang zu hochbewerteten privaten Technologieunternehmen für Privatanleger und testet damit ein neues Kapitel der Marktdemokratisierung.

Databricks, Ramp, Revolut: Private-Market-Stars für alle

Robinhood hat seinen Venture-Fonds mit einem Volumen von 658,4 Millionen Dollar an der New Yorker Börse eingeführt. Der als geschlossener Fonds strukturierte RVI hält Beteiligungen an namhaften nicht börsennotierten Technologieunternehmen, darunter das Datenanalyse-Unternehmen Databricks, zuletzt mit 134 Milliarden Dollar bewertet, das Fintech Ramp mit 32 Milliarden Dollar Bewertung sowie den Finanzdienstleister Revolut. Der IPO-Preis wurde auf 25 Dollar je Aktie festgelegt, wobei Robinhood 12,6 Millionen Aktien platzierte und damit weniger einnahm als ursprünglich angepeilt. "Es gibt eine erhebliche Lücke im Markt, bei der Privatanleger keinen Zugang zu privaten Vermögenswerten haben", sagte Robinhood-CFO Shiv Verma.

Geschlossene Struktur als Risikopuffer

Robinhood setzt bewusst auf Unternehmen in der Spätphase mit etablierten Geschäftsmodellen. Verma bezeichnete diese als deutlich weniger risikoreich als Frühphasenbeteiligungen und verwies auf die geschlossene Fondsstruktur als Schutz vor kurzfristigen Bewertungsschwankungen: Da keine Rückgabepflicht besteht, sind Anleger nicht zum Verkauf in volatilen Marktphasen gezwungen. Langfristig plant Robinhood, den Fonds auf weitere Sektoren wie Energie, Robotik sowie Luft- und Raumfahrt auszuweiten. Der Börsengang zog auch institutionelle Investoren an, was die Positionierung des Produkts zwischen Retail- und Semi-institutionellem Markt unterstreicht.