Die Produktion in Emden, Zwickau, Hannover und Neckarsulm soll bis 2034 enden. Ein internes Papier für den Aufsichtsrat zeigt die Pläne.
Deutsche Werke verursachen pro Fahrzeug mehr als doppelt so hohe Kosten wie andere europäische Standorte. Laut Papier liegen sie 2025 bei durchschnittlich 6490 Euro, während es außerhalb Deutschlands nur 2832 Euro sind. Diese Differenz gefährdet die Wettbewerbsfähigkeit und das Rating des Konzerns. Der Vorstand sieht daher eine existenzielle Notwendigkeit für den Umbau.
Die Modelle sollen künftig in Tschechien, der Slowakei, Polen und Leipzig gebaut werden. Der ID.4-Nachfolger entsteht in Mladá Boleslav, der Q4e-Nachfolger in Bratislava, die Transporter-Familie in Poznań. Der A8-Nachfolger läuft in Leipzig vom Band. Die betroffenen Standorte haben noch bis Juni 2027 Zeit, ihre Kosten zu senken, doch das gilt als unrealistisch.
Betriebsräte, IG Metall und das Land Niedersachsen wehren sich seit Monaten. Vor der Aufsichtsratssitzung am 3. und 4. September gibt es Bestrebungen für einen Kompromiss. Einige Aufsichtsräte würden dem Plan zustimmen, wenn die Entscheidung über Werksschließungen verschoben wird.




