Die Prüfungs- und Beratungsgesellschaft meldet steigende Erlöse und mehr Personal. Ein strategisches Programm soll das Leistungsangebot erweitern und intelligente Technologien in den Alltag bringen.
Keine Zukäufe, trotzdem Wachstum: Baker Tilly Deutschland hat im vergangenen Geschäftsjahr die Erlöse auf gut 268 Millionen Euro gesteigert. Das entspricht einem Plus von sieben Prozent. Parallel stieg die Belegschaft auf 1.740 Köpfe, verteilt auf zehn Standorte im Land. Das Haus setzt auf ein partnerschaftlich geführtes Modell, bei dem Eigentümer und Entscheider dieselben Personen sind. Diversität im Leistungsspektrum und enge Mandantenbindung stehen im Vordergrund, nicht schnelle Expansion durch Firmenkäufe.
Ein internes Vorhaben namens BT28 gibt die Richtung vor. Ziel ist es, das Beratungsangebot zu verbreitern und gleichzeitig algorithmische Werkzeuge stärker in den Arbeitsalltag zu holen. Schon jetzt nutzt die Gesellschaft intelligente Systeme, um Datenmengen zu durchforsten und Prüfungsschritte zu beschleunigen. Der Wettbewerb unter Prüfungs- und Beratungshäusern ist intensiv. Baker Tilly hebt sich durch einen fächerübergreifenden Ansatz ab: Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Rechtsberatung und Unternehmensberatung kommen aus einer Hand. In einem Umfeld voller technologischer Umbrüche und geopolitischer Unsicherheiten sei diese Kombination gefragt, heißt es aus der Führung.
Die Investitionen in intelligente Technologien sollen Routinearbeit reduzieren. Dokumentation, Datenauswertung und wiederkehrende Prüfschritte laufen zunehmend automatisiert. Das verschafft Beratern Freiraum für Aufgaben, bei denen menschliches Urteilsvermögen gefragt ist. Die Gesellschaft sieht sich gerüstet, den Wachstumskurs fortzusetzen, ohne dabei auf Zukäufe angewiesen zu sein. Die Mischung aus organischer Expansion und technologischer Modernisierung soll die Wettbewerbsposition festigen.




