Die Beratungsgesellschaft hat ein Werkzeug entwickelt, das Tax Due Diligence Reports weitgehend selbstständig erstellt. Berater sollen schneller zu Ergebnissen kommen.
Wer ein Unternehmen kaufen will, muss vorher wissen, welche steuerlichen Leichen im Keller liegen. Diese Prüfung frisst Zeit und Nerven. Ordner voller Belege, Verträge, Bescheide, alles muss gesichtet und bewertet werden. Rödl will diesen Engpass entschärfen. Die Beratungsgesellschaft hat ein System namens M&A Factory entwickelt, das einen Großteil dieser Arbeit übernimmt.
Die Software durchkämmt Unterlagen eines Übernahmekandidaten, filtert steuerlich relevante Passagen heraus und ordnet sie nach vordefinierten Kriterien ein. Heraus kommt ein Risikoprofil, das ein menschlicher Prüfer anschließend gegenliest. Gebaut wurde das Ganze auf einer Low-Code-Plattform namens Cluu, die von der Softwarehelden GmbH stammt. Mit diesem Anbieter arbeitet Rödl schon länger zusammen. Florian Kaiser, Partner bei Rödl, erklärt den Vorteil: „Die Plattform ermöglicht uns, komplexe Datenmengen schnell zu durchdringen und Mandanten noch klarere, verlässlichere Ergebnisse zu liefern."
Neben der Analyse liefert das System auch eine lückenlose Dokumentation. Wer welche Datei wann geprüft hat, wie die Bewertung zustande kam, alles wird festgehalten. Bei späteren Streitigkeiten kann das Gold wert sein. Melanie Köstler, ebenfalls Partnerin bei Rödl, sieht darin einen Wettbewerbsvorteil: „Die M&A Factory kann nicht nur präzisere Reports liefern, sondern auch Handlungssicherheit bei komplexen M&A-Entscheidungen bieten."




