Die Beratungsgesellschaft hat zwei weitere Trabanten gestartet. Ziel ist der Aufbau einer eigenen Infrastruktur für Weltraumdaten und Cyberabwehr.
Deloitte mischt jetzt im Weltraumgeschäft mit. Von einem Stützpunkt in Kalifornien starteten Ende März zwei Satelliten, die das bestehende Netzwerk der Gesellschaft verstärken. Bereits seit 2025 kreist ein erster Trabant um die Erde und hat seither Millionen Kilometer zurückgelegt. Das Vorhaben trägt den Namen Constellation und soll am Ende neun Satelliten umfassen. Für eine Beratungsfirma ist das ein ungewöhnlicher Schritt in physische Infrastruktur. Doch Deloitte sieht darin einen strategischen Vorteil.
Das Besondere liegt in der Technik. Deloitte hat eine Lösung entwickelt, die Cyberangriffe im All abwehren soll. Das System lässt sich per Fernwartung aufspielen, ohne dass Techniker an die Hardware müssen. Für Betreiber bestehender Flotten bedeutet das: Nachrüsten ohne Raketenstart. In einer Zeit, in der Satelliten kritische Kommunikation und Navigation übernehmen, wird Schutz gegen digitale Angriffe zum Wettbewerbsvorteil. Die Erfahrungen aus dem ersten Trabanten fließen in die Weiterentwicklung ein.
Hinter dem Engagement steckt ein Milliardenmarkt. Behörden und Konzerne verlassen sich zunehmend auf Daten aus dem All, von Wettervorhersagen bis zur Logistiksteuerung. Wer diese Informationen liefert und absichert, sitzt an einem lukrativen Hebel. Deloitte positioniert sich als Anbieter, der Analyse und Schutz aus einer Hand liefert. Die Konkurrenz im Orbit dürfte damit weiter zunehmen.




