Der Frankfurter Opernturm steht vor dem Verkauf. Als aussichtsreichster Bieter gilt der Münchener Investor und Wirtschaftsanwalt Erich Schwaiger. Branchenkreise spekulieren über einen Kaufpreis von rund 850 Millionen Euro, was der größte Bürodeal in Deutschland seit vier Jahren wäre.
Schwaiger ist seit Mitte 2025 durch eine Reihe von Großtransaktionen im Münchener Markt bekannt. Über seine neu gegründete CR Mitte 2 GmbH & Co. KG erwarb er nach der Signa-Insolvenz das Sporthaus Schuster, das Kaut-Bullinger-Stammhaus, das Hirmer-Stammhaus sowie die Oberpollinger-Immobilie. Das Gesamtvolumen dieser vier Transaktionen wird auf mehr als 700 Millionen Euro geschätzt. Über sein Unternehmen Concept Real hält Schwaiger zudem mehr als 2.000 Wohneinheiten in München.
Die Finanzierung von Schwaigers Immobilienkäufen wird in der Branche diskutiert. Im Oktober 2025 ließ er mitteilen, er finanziere die Objekte über übliche Fremdfinanzierungen, weder über Gelder aus dem arabischen Raum noch aus von der EU sanktionierten Staaten. Im Firmengeflecht tauchen jedoch Stiftungen mit Sitz in Liechtenstein auf, deren Hintermänner nach liechtensteinischem Recht anonym bleiben. Schwaiger selbst sowie die beteiligten Maklerhäuser äußern sich zum Opernturm-Deal nicht.




