Deutsches Wirtschaftswachstum fällt auf Drei-Monats-Tief

blog main image
March 25, 2026
27.03.2026
2 Minuten Lesezeit

Der Composite PMI sank im März auf 51,9 Punkte. Dienstleister verlieren Schwung, während Industrieunternehmen vorsorglich Aufträge vorziehen. Die Inputkosten steigen so stark wie seit drei Jahren nicht.

PMI sinkt von 53,2 auf 51,9

Die deutsche Privatwirtschaft wächst langsamer. Der vorläufige Composite PMI fiel im März von 53,2 auf 51,9 Punkte, wie eine Umfrage von S&P Global zeigt. Ökonomen hatten mit 52,0 gerechnet. Werte über 50 signalisieren Expansion, darunter Kontraktion. Phil Smith von S&P Global Market Intelligence erklärt: Die Daten zeigen erste Auswirkungen des Nahost-Kriegs auf Wachstum, Nachfrage, Geschäftsvertrauen und vor allem Preise.

Dienstleister auf Sieben-Monats-Tief

Die Aktivität im Dienstleistungssektor verlangsamte sich auf 51,2 Punkte, den schwächsten Wert seit sieben Monaten. Der Einkaufsmanagerindex für die Industrie kletterte dagegen auf 51,7, den höchsten Stand seit 45 Monaten. Hersteller verzeichneten den dritten monatlichen Anstieg der Auftragseingänge in Folge, wobei das Wachstum so schnell wie seit vier Jahren nicht mehr verlief. Berichte deuten darauf hin, dass Unternehmen Besorgnis wegen möglicher Lieferunterbrechungen durch den Nahost-Krieg Käufe vorgezogen haben. Smith warnt: Die Produktionserwartungen wurden nach unten korrigiert, der Aufschwung dürfte nur von kurzer Dauer sein.

Inputkosten steigen auf Drei-Jahres-Hoch

Die Inputpreisinflation im gesamten Privatsektor erreichte den höchsten Stand seit mehr als drei Jahren. In der Industrie stiegen die Inputkosten so schnell wie seit Oktober 2022 nicht mehr, die Erzeugerpreisinflation markierte ein Dreijahreshoch. Die Beschäftigung ging in beiden Sektoren zurück, das Tempo des Stellenabbaus schwächte sich aber auf ein Drei-Monats-Tief ab. Die Geschäftserwartungen fielen auf ein Elf-Monats-Tief, blieben jedoch im positiven Bereich.