Inclusive Capital plant Verkauf von Bayer-Beteiligung über J.P.Morgan

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March 25, 2026
27.03.2026
2 Minuten Lesezeit

Der aktivistische Investor will 8,5 Millionen Aktien im Wert von 327 Millionen Euro platzieren. Inclusive Capital hatte 2023 die Absetzung von CEO Baumann mitbetrieben. Nachfolger Anderson enttäuschte mit schwacher Prognose.

327 Millionen Euro schweres Aktienpaket

Inclusive Capital Partners plant den Verkauf seiner Beteiligung am Leverkusener Pharma- und Agrarkonzern Bayer. Der von Jeff Ubben geführte Fonds will über eine von JPMorgan arrangierte Platzierung rund 8,5 Millionen Aktien verkaufen. Auf Basis des Schlusskurses vom Montag entspricht das einem Wert von etwa 327 Millionen Euro. Weder Inclusive Capital noch Bayer äußerten sich unmittelbar zu der geplanten Transaktion.

Inclusive Capital trieb Baumann-Abgang voran

Inclusive Capital war Anfang 2023 bei Bayer eingestiegen und spielte eine zentrale Rolle beim Sturz des damaligen Vorstandschefs Werner Baumann. Ubben, einer der bekanntesten aktivistischen Investoren an der Wall Street, hatte zuvor mehrfach strukturelle Veränderungen gefordert. Zu den Investoren, die auf eine mögliche Aufspaltung des Konzerns drängten, gehörte auch er. CEO Bill Anderson, der im Juni 2023 die Führung übernahm, krempelte zwar die Managementstruktur um, setzte aber eine strategische Prüfung aus, die zu einer Zerschlagung hätte führen können.

Anderson enttäuscht mit Gewinnprognose

Anfang März legte Bayer eine Gewinnprognose für 2026 vor, die unter den Markterwartungen lag. Das Unternehmen kämpft mit kostspieligen Rechtsstreitigkeiten und hohen Finanzschulden. Der geplante Exit von Inclusive Capital fällt damit in eine Phase, in der die Hoffnungen auf eine schnelle Trendwende schwinden.