Der Standort Villingen-Schwenningen dominiert das Ranking des manager magazins. Frühe Spezialisierung und Praxisnähe machen den Unterschied.
Die Duale Hochschule Baden-Württemberg bleibt das Maß der Dinge. Im aktuellen Ranking des manager magazins sichert sich die DHBW zum vierten Mal den Spitzenplatz unter den Fachhochschulen im Fach Wirtschaftsprüfung. Besonders der Schwarzwaldstandort Villingen-Schwenningen sticht heraus: Von den rund 550 Studierenden im Bereich Rechnungswesen, Steuern und Wirtschaftsrecht haben sich dort etwa 220 auf Wirtschaftsprüfung spezialisiert. Der Schlüssel zum Erfolg liegt im Timing. Während andere Hochschulen die Vertiefung ins Masterstudium verlagern, beginnt an der DHBW die Spezialisierung bereits im ersten Studienabschnitt. Studiengangsleiter Michael Birk sieht darin einen entscheidenden Vorteil: Die Studierenden tauchen früh in die Materie ein und können rasch bei echten Mandaten mitarbeiten.
Das duale Modell fordert heraus. Theoriephasen und Praxiseinsätze wechseln sich ab, Fristen und komplexe Aufgaben gehören zum Alltag. Wer das meistert, bringt Selbstdisziplin mit, eine Eigenschaft, die später im Beruf unverzichtbar ist. Praktiker aus Kanzleien ergänzen die hauptamtlichen Dozenten und sorgen für Bodenhaftung. Der Ruf lockt Studierende aus allen Ecken Deutschlands in den Schwarzwald. Jährlich starten rund 90 Erstsemester in der Wirtschaftsprüfung. Rektor Lars Meierling wertet die Auszeichnung als Teamleistung von Lehrenden, Partnerunternehmen und Studierenden.
Das Ranking stützt sich auf eine unabhängige Erhebung. 80 Wirtschaftsprüfungsgesellschaften und 732 Mandanten gaben ihre Einschätzung ab. Bewertet wurden alle Lehrstühle, die im Studienführer der Wirtschaftsprüferkammer verzeichnet sind.




