EY vertieft seine Investitionen in Zukunftstechnologien und ergänzt sein globales Angebot um einen physisch installierten Quantencomputer, angesiedelt bei EY Canada. Der Schritt ist Teil eines mehr als drei Milliarden Dollar schweren Programms für KI und angrenzende Frontier-Technologien.
EY setzt bewusst auf einen inhouse betriebenen Rechner statt auf Cloud-Modelle. Zentrales Argument aus Sicht des Beratungshauses ist die Kontrolle über sensible Datenströme, insbesondere in Bereichen wie Betrugserkennung, Risiko-Management, Optimierungsproblemen und Datenschutz. Regulatorische, sicherheitsseitige und branchenspezifische Vorgaben lassen sich in dieser Konfiguration passgenauer erfüllen als in geteilten Cloud-Umgebungen. Zusätzlich beschleunigt die Anordnung die Weiterentwicklung, das Testen und die Validierung quantumgestützter Anwendungen.
Die Kanzlei folgt dem eigenen Client-Zero-Ansatz und erprobt quantumbasierte Lösungen zunächst intern, bevor sie in Mandate übertragen werden. Verknüpft mit dem KI-System ey.ai The Reimagination Engine entsteht laut EY eine Plattform, die Prognose, Entscheidungsunterstützung und Optimierung auf eine neue Rechenebene hebt. Damit reagiert EY auf die aus Sicht seiner Führungskräfte bevorstehende Konvergenz von KI und Quantencomputing.
Global Managing Partner Raj Sharma stuft Quantencomputing als natürliche Erweiterung der aktuellen KI-Ära ein und rät Mandanten, Datenreife, Vertrauen und Governance frühzeitig aufzubauen. EY Canada CTO Biren Agnihotri sieht das Angebot als konkrete Brücke vom Konzept zur praktischen Anwendung. Chief Innovation Officer Joe Depa betont die Verzahnung mit verantwortlichem Umgang, insbesondere in Cybersecurity und personalisierter Medizin.




