Trotz leicht rückläufiger Dealzahlen wächst das Transaktionsvolumen im deutschen Technologiesektor 2025 deutlich auf 16 Mrd. Euro, getrieben von KI, Cybersicherheit und Software, während mehr als die Hälfte der Übernahmen von ausländischen Investoren stammt.
Im Jahr 2025 wurden in Deutschland 375 Technologie-M&A-Deals abgeschlossen, ein leichter Rückgang gegenüber 387 im Vorjahr. Das Transaktionsvolumen stieg jedoch um 28 Prozent auf rund 16 Mrd. Euro, laut der EY-Parthenon-Analyse German Tech M&A Market Study 2025. Zum Vergleich: Den Höhepunkt erreichten die M&A-Aktivitäten im Ausreißerjahr 2021 mit 502 Deals im Wert von 32,1 Mrd. Euro. Strategische Investoren dominierten mit über 80 Prozent der Deals; PE-Erstinvestments machten 18 Prozent aus, mit Fokus auf größere Transaktionen. Software-Unternehmen machten 61 Prozent aller Übernahmen aus, mit besonderem Interesse an KI, ERP- und CRM-Plattformen sowie Content- und Workflow-Management-Lösungen.
Mehr als die Hälfte der Übernahmen deutscher Tech-Unternehmen (56 Prozent) erfolgte durch ausländische Investoren. Deutsche Investoren bleiben mit 44 Prozent die stärkste Einzelgruppe, gefolgt von US-Investoren mit rund 15 Prozent. EY-Parthenon-Partner Dr. Thomas Prüver sieht darin ein zweischneidiges Schwert: Einerseits bestätige das internationale Interesse die Qualität deutscher Tech-Unternehmen, andererseits verlagerten sich mit den Eigentumsverhältnissen häufig auch strategische Entscheidungen und Wertschöpfungsketten ins Ausland. Im Bereich DefenseTech verdoppelte sich das VC-Finanzierungsvolumen auf über eine Milliarde Euro, mit München als zentralem Finanzierungsstandort.




