EY sieht europäische Banken im Aufwind

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March 10, 2026
10.03.2026
2 Minuten Lesezeit

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat die Ergebnisse der größten Geldhäuser dies- und jenseits des Atlantiks verglichen. Der Abstand zu den US-Instituten schrumpft, bleibt aber erheblich.

Analyse offenbart Trendwende

EY hat untersucht, wie sich die führenden Banken dies- und jenseits des Atlantiks im vergangenen Jahr geschlagen haben. Das Ergebnis überrascht: Während die europäischen Institute zulegen konnten, mussten ihre amerikanischen Wettbewerber Rückgänge hinnehmen. Die zehn größten Geldhäuser in Europa steigerten ihre Gewinne um knapp acht Prozent. Bei den US-Instituten schrumpften die Erträge um rund neun Prozent.

Amerikaner bleiben dennoch vorn

Trotz der gegenläufigen Entwicklung verdienen die Banken in den Vereinigten Staaten weiterhin deutlich mehr. Nach den Berechnungen von EY summierten sich die Nettogewinne der zehn größten US-Institute auf umgerechnet knapp 164 Milliarden Euro. Die europäische Vergleichsgruppe erreichte rund 92 Milliarden Euro. Der Unterschied beläuft sich damit auf fast 80 Prozent. In keinem Jahr des vergangenen Jahrzehnts lagen die Europäer vorn.

Handelspolitik als Belastungsfaktor

EY-Partner Ralf Eckert ordnet die Zahlen ein. Die Zollpolitik der US-Regierung hinterlasse Spuren bei den dortigen Banken. Die Qualität der Kreditportfolios habe sich im zweiten Jahr hintereinander verschlechtert. Dennoch seien die amerikanischen Institute bei wichtigen Kennzahlen überlegen, wenn auch weniger deutlich als früher.

Ein Institut dominiert

JPMorgan Chase steht laut EY-Auswertung erneut an der Spitze der profitabelsten Banken weltweit. Das Geldhaus erzielte einen Gewinn von umgerechnet rund 48,6 Milliarden Euro. Kein anderes Institut kommt auch nur in die Nähe dieses Werts. Unter den europäischen Häusern schnitt HSBC mit knapp 19 Milliarden Euro am besten ab.