Die britische Kanzlei eröffnet Mitte 2026 ein Büro in Warschau und gewinnt dafür sechs Partner von DLA Piper, Dentons, CMS und Greenberg Traurig.
Wenn internationale Kanzleien neue Märkte erschließen, beginnen sie häufig mit einem kleinen Team und tasten sich vor. Pinsent Masons wählt einen anderen Weg. Die britische Wirtschaftskanzlei startet in Polen gleich mit sechs Partnern, die von etablierten Adressen kommen. Mitte 2026 soll das Warschauer Büro seine Türen öffnen. Es wird die erste Niederlassung in Osteuropa sein.
Die Führung übernehmen zwei erfahrene Praktiker aus unterschiedlichen Bereichen. Jakub Marcinkowski bringt Corporate- und M&A-Expertise von DLA Piper Polen mit. Bartłomiej Kordeczka leitete bei Dentons die Immobilienrechtspraxis mit. Diese Kombination erlaubt von Beginn an eine Beratung bei Transaktionen und Projekten, die beide Disziplinen erfordern. Mandanten finden Ansprechpartner für Unternehmenskäufe ebenso wie für komplexe Immobilienentwicklungen.
Das Gründungsteam rekrutiert sich aus gleich vier renommierten Häusern. Neben Marcinkowski von DLA Piper und Kordeczka von Dentons wechselt Błażej Zagórski von CMS, wo er im Corporate-Bereich tätig war. Dentons gibt zwei weitere Partner ab: Bartosz Nojek aus dem Bereich Banking und Piotr Staniszewski mit Schwerpunkt Baurecht. Maciej Jodkowski von Greenberg Traurig komplettiert die Gruppe. Diese Konstellation ermöglicht eine breite Abdeckung von Transaktions-, Finanzierungs-, Immobilien- und Baurechtsmandaten.
Der Markt bietet strukturelle Anreize. Polen gehört zu den größten Volkswirtschaften Osteuropas und zieht kontinuierlich ausländische Investitionen an. Infrastrukturprojekte, Immobilienentwicklungen und Energievorhaben erzeugen Beratungsbedarf. Westeuropäische Mandanten suchen lokale Ansprechpartner mit internationaler Anbindung. Pinsent Masons positioniert sich mit dem neuen Büro für genau diese Nachfrage.
Der parallele Abgang von sechs Partnern aus vier Kanzleien sendet eine Botschaft. Pinsent Masons meint es ernst mit dem polnischen Markt und hat offensichtlich ein attraktives Angebot unterbreitet. Für DLA Piper, Dentons, CMS und Greenberg Traurig bedeutet der Schritt den Verlust erfahrener Köpfe an einen neuen Konkurrenten vor Ort.




