ProSiebenSat.1 rutscht unter die Prognose

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February 4, 2026
05.02.2026
2 Minuten Lesezeit

Das vorläufige EBITDA für 2025 liegt bei rund 405 Mio. Euro und damit unterhalb der zuletzt konkretisierten Bandbreite. Umsatz und Verschuldung entwickeln sich robuster als das Ergebnis, der Werbemarkt bleibt jedoch der Engpass.

Vorläufige Zahlen und Abweichung von der Zielbandbreite

ProSiebenSat.1 veröffentlicht vorläufige, noch ungeprüfte Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 und beziffert das EBITDA auf rund 405 Mio. Euro. Damit liegt der Wert unterhalb von 420 Mio. Euro, dem unteren Ende der am 12. November 2025 konkretisierten Zielbandbreite. Als Hauptursache nennt der Konzern das weiterhin herausfordernde Marktumfeld in Deutschland mit einem branchenweiten Rückgang der Investitionen in TV-Werbung, der sich im vierten Quartal als wichtigstem Quartal besonders bemerkbar mache. Laut Nielsen Media sanken die Bruttoinvestitionen in TV-Werbung in Deutschland im Jahresvergleich um rund 4 Prozent auf 16,57 Mrd. Euro, im vierten Quartal um rund 4 Prozent auf 5,49 Mrd. Euro. Der Konzernumsatz liegt mit rund 3,68 Mrd. Euro innerhalb der Zielbandbreite, organisch entspricht das jedoch voraussichtlich einem Rückgang von etwa 2 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Verschuldung, Veröffentlichungstermin und Kennzahlen-Logik

Trotz der Ergebnisentwicklung verringert sich die Netto-Finanzverschuldung voraussichtlich auf etwa 1,34 Mrd. Euro nach 1,51 Mrd. Euro im Vorjahr. Mit 3,3x liegt der Verschuldungsgrad im Zielkorridor - relevant ist das im Kapitalmarkt-Dialog vor allem wegen Refinanzierung und den Spielräumen in den Kreditverträgen. Das Unternehmen weist darauf hin, dass die Zahlen unter dem Vorbehalt der laufenden internen Validierung stehen und als vorläufig zu verstehen sind. Die Veröffentlichung der endgültigen Zahlen für 2025 ist für den 26. März 2026 angekündigt. Ergänzend wird klargestellt, dass die ausgewiesenen Kennzahlen zu EBITDA und Verschuldungsgrad nicht nach IFRS definiert sind. Details zu den Definitionen stehen im Geschäftsbericht 2024 ab Seite 90.