Raus aus dem Nestlé-Konzern: Ankerkraut kauft sich frei

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April 15, 2026
17.04.2026
2 Minuten Lesezeit

Die Gründer Anne und Stefan Lemcke kaufen Ankerkraut von Nestlé zurück. Nach vier Jahren unter dem weltgrößten Lebensmittelkonzern soll die Hamburger Gewürzmarke wieder eigenständig wachsen.

Rückkauf nach vier Jahren im Nestlé-Konzern

Das Hamburger Gewürzunternehmen Ankerkraut verlässt den Nestlé-Konzern. Die Gründer Anne und Stefan Lemcke haben ihre Unternehmensanteile zurückerworben. Über die finanziellen Details der Transaktion wurde Stillschweigen vereinbart. Ziel ist die unabhängige Weiterentwicklung der Marke mit Anknüpfung an ihre ursprüngliche Identität und unternehmerischen Wurzeln.

Nestlé-Deutschland-Chef Alexander von Maillot erklärte, man unterstütze den Wunsch der Gründer nach größerer unternehmerischer Eigenständigkeit. Anne und Stefan Lemcke kommentierten den Rückkauf: „Ankerkraut ist für uns mehr als ein Unternehmen – es ist unser Lebenswerk.“

Belasteter Abschnitt unter Nestlé-Dach

Die Übernahme der Mehrheit durch Nestlé im Jahr 2022 hatte erhebliche Reputationsschäden ausgelöst. In sozialen Medien war der Deal massiv kritisiert worden, zahlreiche Influencer wandten sich ab. Hintergrund war die langjährige Kritik am Nestlé-Konzern wegen Rohstoffgewinnung in Entwicklungsländern, Regenwaldrodung und Geschäften mit Russland während des Ukraine-Kriegs.

Ankerkraut wurde 2013 in Hamburg gegründet und erlangte 2016 durch die TV-Sendung Höhle der Löwen überregionale Bekanntheit. Heute beschäftigt das Unternehmen rund 160 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und vertreibt über 500 Gewürze, Gewürzmischungen, Tees sowie Zubehör.

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