Das Bremer Softwarehaus sichert sich eine kräftige Finanzspritze und will damit seine autonomen Entwicklungshelfer international ausrollen.
Frisches Geld für ein ambitioniertes Vorhaben: Synera hat eine Finanzierungsrunde im mittleren zweistelligen Millionenbereich abgeschlossen. Den Lead übernahm der europäische Wachstumsfinanzierer Revaia, daneben stieg der UVC Partners Wachstumsfonds mit einem nennenswerten Betrag ein. Auch der IT-Dienstleister Capgemini beteiligte sich über seinen Investmentarm ISAI Cap Ventures. Sämtliche Geldgeber aus der Vorrunde, darunter Spark, BMW iVentures und Cherry Ventures, zogen erneut mit.
Was macht Synera? Das Unternehmen programmiert digitale Helfer, die eigenständig Aufgaben in industriellen Entwicklungsabteilungen erledigen. Die Idee dahinter: Trotz des KI-Hypes scheitern viele Pilotprojekte auf dem Weg in den Regelbetrieb. Syneras Plattform dockt an mehr als 80 etablierte Konstruktions- und Simulationsprogramme an und steuert Abläufe vom ersten Entwurf bis zur Serienreife. Firmenchef Moritz Maier beschreibt das Potenzial so: Entwicklungsabteilungen bilden das Herzstück produzierender Unternehmen, hinken bei der Digitalisierung aber oft hinterher. Die neuen Mittel sollen helfen, KI-Systeme zu schaffen, die wie vollwertige Konstrukteure agieren.
Zuletzt legte das Geschäft kräftig zu: Der Umsatz kletterte binnen zwölf Monaten auf das Doppelte. Inzwischen nutzen mehr als 60 Unternehmen aus 15 Ländern die Technologie, darunter Schwergewichte wie BMW, Airbus, NASA, Volvo Trucks und Miele. Mit dem frischen Kapital peilt Synera den Sprung nach Nordamerika und Asien an. Parallel entsteht ein neuer Standort in Frankreich.




