Der Jurist mit ungewöhnlichem Werdegang verstärkt die auf Vergaberecht spezialisierte Kanzlei. Vom Metalltechniker zum Rechtsanwalt: Quinz nahm den langen Weg.
Manche Lebensläufe passen in keine Schublade. Oliver Quinz begann 2011 als Metalltechniker, schraubte und schweißte, bevor er die Richtung komplett änderte. Er schrieb sich für Jura ein, büffelte Paragrafen statt Materialkunde und schloss 2019 sein Diplomstudium ab. Es folgten Gerichtspraxis, Rechtsanwaltsanwärterzeit und ein Doktorat, das er im Herbst 2024 in der Tasche hatte. Ein Jahr später bestand er die Anwaltsprüfung. Seit Mai gehört Quinz zum Team von Schiefer Rechtsanwälte in Graz. Die Kanzlei hat sich auf öffentliche Ausschreibungen und Vergabeverfahren spezialisiert. Für Quinz ist es kein Sprung ins Unbekannte: Einen Großteil seiner Ausbildungszeit verbrachte er bereits dort.
Was bringt ein gelernter Metalltechniker ins Vergaberecht mit? Vielleicht die Fähigkeit, komplexe Konstruktionen zu durchschauen und Schwachstellen zu finden. Ausschreibungsverfahren sind oft vertrackte Gebilde aus Paragrafen, Fristen und Formvorschriften. Wer dort Fehler aufspürt, kann Millionenaufträge kippen oder retten.
Die drei Partner der Kanzlei, Martin Schiefer, Maria Troger und Christian Richter-Schöller, zeigen sich begeistert: „Oliver Quinz ist das beste Beispiel dafür, dass Kompetenz und Leidenschaft die besten Treiber für eine steile Karriere sind. Wir sind sehr stolz auf seinen Werdegang und freuen uns, gemeinsam mit ihm die Zukunft des Vergaberechts weiter aktiv zu gestalten und neu zu denken."




