Während institutionelle Investoren in der Schweiz bei Private Equity auf die Bremse treten, zeigen Family Offices und Vermögensverwalter deutlich mehr Investitionsbereitschaft und werden damit zum wichtigsten Wachstumstreiber im Schweizer PE-Markt.
69 Prozent der nicht-institutionellen PE-Investoren in der Schweiz planen laut Preqin-Daten (Stand Dezember 2025) in den nächsten zwölf Monaten weiter in Private Equity zu investieren, verglichen mit nur 53 Prozent ihrer institutionellen Pendants. 43 Prozent der institutionellen PE-Investoren gaben an, im Folgejahr gar nicht in Private Equity zu investieren. Die Schweiz ist mit einem AUM-Rekord von 3,45 Bio. CHF in 2024 der drittgrößte Vermögensverwaltungsstandort in Europa. Zu den größten Schweizer PE-Firmen zählen Partners Group und EFG International. Mehr als die Hälfte der Schweizer Private-Markets-Investoren sind nicht-institutionell: Family Offices machen 36 Prozent aller LP-Typen aus, Vermögensverwalter weitere 17 Prozent.
Innerhalb des PE-Segments sind Growth und Buyout die beliebtesten Strategien, wenngleich der Anteil der Investoren, die diese in ihren Zwölf-Monats-Plänen verfolgen, 2025 um jeweils mindestens zehn Prozentpunkte zurückging. Auch Venture fiel von 49 auf 39 Prozent. Bemerkenswert ist zudem eine zunehmende Heimatmarktorientierung: 2025 planten nur noch 14 Prozent der Schweizer PE-Investoren globale Investments im Folgejahr, verglichen mit 19 Prozent in 2024 und 55 Prozent in 2023. Schroders Capital hatte bereits im vergangenen Jahr auf das ungenutzte Potenzial hingewiesen: Von den 20 grössten VC-Finanzierungsrunden in der Schweiz 2024 stammten nur 40 Prozent des eingesammelten Kapitals von lokalen Investoren.




