Susanne Kalss erhält Women in Law Academic Award 2026

blog main image
May 6, 2026
08.05.2026
3 Minuten Lesezeit

Die WU-Professorin wurde bei einer Veranstaltung zum Thema Frauen in Aufsichtsräten geehrt. Die Organisatorinnen sehen die Auszeichnung als Signal für die Bedeutung wissenschaftlicher Impulse.

Preis für juristische Vordenkerin

Susanne Kalss hat den Women in Law Academic Award 2026 erhalten. Die Professorin steht dem Institut für Unternehmensrecht an der Wirtschaftsuniversität Wien vor und gilt als eine der einflussreichsten Stimmen im österreichischen Gesellschaftsrecht. Die Ehrung fand im Rahmen eines Events statt, das sich mit der Rolle von Frauen in Aufsichtsräten beschäftigte.

Machtfrage Gremiensitz

Warum ist das Thema so brisant? Aufsichtsräte entscheiden über Millionenbudgets, Führungspositionen und strategische Weichenstellungen. Wer am Tisch sitzt, bestimmt mit, wohin ein Unternehmen steuert.

Sophie Martinetz, die Women in Law ins Leben gerufen hat, bringt es auf den Punkt: „Gremien entscheiden über Budgets, Strategien und Karriere. Wer dort sitzt, prägt die Zukunft ganzer Organisationen. Deshalb ist es kein ‚Nice-to-have', sondern eine demokratie- und standortpolitische Notwendigkeit, dass Frauen in diesen Gremien angemessen vertreten sind."

Die Auszeichnung für Kalss sieht sie als Zeichen: „Die Auszeichnung von Prof. Susanne Kalss als Women in Law Academic 2026 ist ein starkes Signal dafür, wie wichtig wissenschaftliche Impulse für diesen Wandel sind."

Alte Netzwerke aufbrechen

Caroline Weerkamp, ebenfalls bei Women in Law aktiv, beschreibt das Problem: „Wir sehen, dass in vielen Gremien nach wie vor dieselben Profile und Netzwerke zum Zug kommen. Unsere Projekte setzen genau hier an: Wir wollen Daten und Fakten liefern, aber auch konkrete Empfehlungen entwickeln. Unser Ziel ist, dass Vielfalt in Gremien nicht als Ausnahme, sondern als Standard verstanden wird."

Praktikerinnen teilen Erfahrungen

Neben der Preisverleihung bot das Event eine Podiumsrunde mit Frauen, die selbst in Aufsichtsräten sitzen. Mit dabei waren die Vorsitzenden der Kontrollgremien von Asfinag und Raiffeisenbank Region Amstetten sowie Mandatsträgerinnen bei der Bawag-Gruppe, der Österreich Werbung und der Bundesimmobiliengesellschaft. Auch Kalss selbst diskutierte mit. Vorgestellt wurde außerdem ein Forschungsprojekt namens „Landkarte der Macht", das untersucht, wie Teilhabe und Repräsentation in Entscheidungsgremien zusammenhängen.

Aktuelle Stellenangebote

Meistgelesene Artikel

Unsere Partner

Entdecken Sie mit uns bundesweit exklusive Stellen bei:

Entdecken Sie mit uns bundesweit exklusive Stellen bei:

Entdecken Sie mit uns bundesweit exklusive Stellen bei:

Entdecken Sie mit uns bundesweit exklusive Stellen bei:

Entdecken Sie mit uns bundesweit exklusive Stellen bei: