Vier der sieben größten PE-Transaktionen im US-Stromsektor der Geschichte wurden in den vergangenen drei Jahren abgeschlossen. Der Treiber: Starke Energienachfrage durch den Boom bei Rechenzentren.
Vier der sieben größten jemals dokumentierten PE-Übernahmen von Stromerzeugungsunternehmen wurden in den vergangenen drei Jahren abgeschlossen oder angekündigt. Den vorläufigen Höhepunkt markiert das 33,4 Milliarden Dollar schwere Take-private der in Arlington ansässigen AES Corporation, das vergangene Woche bekannt wurde. BlackRocks Global Infrastructure Partners, Blackstone und JPMorgan Asset Management gehören zu den aktivsten Käufern. Daneben steht Blackstones Ankündigung des Erwerbs von TXNM Energy, dem Mutterkonzern des Texas-New-Mexico Power Company, das eine Region in Texas beliefert, in der die zweithöchste Konzentration von Rechenzentren der USA liegt. Hinzu kommt die kurz vor dem Abschluss stehende Übernahme von Cleco durch Stonepeak Partners und Bernhard Capital Partners für rund fünf Milliarden Dollar. Die Internationale Energiebehörde prognostiziert, dass der globale Stromverbrauch von Rechenzentren bis 2030 gegenüber 2024 doppelt so hoch sein wird, mehr als viermal schneller wachsend als der Gesamtstromverbrauch aller übrigen Sektoren.
Der zunehmenden PE-Präsenz in der öffentlichen Versorgungsinfrastruktur begegnen Verbraucherschützer und Gesetzgeber mit wachsendem Widerstand. Als mahnendes Beispiel dient Upper Peninsula Power Co. in Michigan, wo nach PE-Übernahmen in den Jahren 2014 und 2021 eine Serie von Tariferhöhungen folgte. In Minnesota lehnte ein Richter die Übernahme von Allete durch CPP Investments und Global Infrastructure Partners zunächst ab, mit der Begründung, das PE-Eigentumsmodell liege nicht im öffentlichen Interesse. Die Regulierungsbehörde genehmigte den Deal schließlich im Oktober, mit dem Argument, die Vorteile für Verbraucher überwögen die Risiken.




