Der nordische PE-Markt verzeichnete 2025 sein zweitbestes Jahr überhaupt. US-Investoren treiben die Megadeals, Add-on-Akquisitionen stellen mehr als die Hälfte des investierten Kapitals.
Laut PitchBooks 2026 Nordic Private Capital Breakdown floss 2025 rund 66 Milliarden Euro in PE-Transaktionen in der nordischen Region, ein Anstieg von 17 Prozent gegenüber 2024 und 55 Prozent mehr als noch 2023. Übertroffen wurde dieser Wert nur vom Rekordjahr 2021 mit 73,6 Milliarden Euro. Mit 1.132 abgeschlossenen Transaktionen stieg der Deal-Count zum zweiten Mal in Folge. Der Marktanteil der nordischen Region am gesamteuropäischen PE-Deal-Count wuchs auf 14,7 Prozent, nach 13,2 Prozent im Vorjahr. Add-on-Akquisitionen prägten das Bild und vereinten 50,1 Prozent des investierten Kapitals auf sich. Größter Einzeldeal war die Übernahme des norwegischen Healthtech-Unternehmens Press Ganey Forsta durch Silver Lake-backed Qualtrics für 5,7 Milliarden Euro. Carlyle-backed Varo Energy Marketing erwarb zudem den schwedischen Raffineriebetreiber Preem für 2,15 Milliarden Dollar.
Besonders auffällig war die zunehmende Aktivität amerikanischer Investoren. US-Kapitalgeber waren an fünf der sieben Megadeals der Region beteiligt und nutzten dabei vergleichsweise günstigere Bewertungsniveaus für geografische Portfoliodiversifikation. Der Gesamtwert der Transaktionen mit US-Investorenbeteiligung verdoppelte sich nahezu von 9,3 Milliarden Euro auf 18,1 Milliarden Euro, was 27,5 Prozent des gesamten investierten Kapitals entspricht. Beispielhaft steht das Abkommen von KKR und Silver Lake-backed Cegid zur Übernahme des dänischen Finanzmarktplatzbetreibers Shine für umgerechnet rund 1,5 Milliarden Dollar sowie KKRs 1,2 Milliarden Dollar schweres Take-private des schwedischen Biotech-Unternehmens Biotage.
Internationale Investoren kooperieren zunehmend mit regionalen Playern, um Ausführungsrisiken zu minimieren und Zugang zu proprietären Dealflows in einem spezialisierten Markt zu erhalten. Das Gesamtvolumen von Club Deals, an denen mehrere Sponsoren beteiligt sind, stieg von 12,8 auf 23 Milliarden Euro. Der Deal-Count dieser Transaktionen legte um knapp 20 Prozent auf 231 Abschlüsse zu.




