Vodafone verkauft seinen 50-Prozent-Anteil an VodafoneZiggo für 1 Milliarde Euro an Liberty Global. Der Deal sieht eine Rollover-Beteiligung und langfristige Service-Verträge vor.
Vodafone hat sich mit Liberty Global auf den Verkauf seines 50-Prozent-Anteils an VodafoneZiggo Group Holding für 1 Milliarde Euro Cash und eine 10-Prozent-Beteiligung an der neu zu gründenden Ziggo Group geeinigt, die 100 Prozent von VodafoneZiggo und Liberty Globals belgischer Tochter Telenet Group Holding halten wird. Die Cash-Komponente von 1 Milliarde Euro bewertet VodafoneZiggo mit 7,1x EV zu Adjusted EBITDA 2025 und 14,2x EV zu Operating Free Cashflow 2025. Liberty Global plant, seinen 90-Prozent-Anteil an Ziggo Group an bestehende Aktionäre auszuschütten und 100 Prozent von Ziggo Group 2027 an der Euronext in Amsterdam zu listen. Vodafone hat die Option, seine 10-Prozent-Beteiligung an Ziggo Group an einen Dritten zu verkaufen, sollte ein Spin-off nicht innerhalb von 18 Monaten nach Abschluss erfolgen.
Vodafone und Liberty Global haben vereinbart, dass Vodafone weiterhin bestimmte Services erbringt, darunter Markenlizenzierung für VodafoneZiggo, mit erwarteten Gebühren von 625 Millionen Euro über die nächsten zehn Jahre. Liberty Global erwartet, dass Ziggo Group von finanziellen und operativen Synergien profitiert. Margherita Della Valle, Chief Executive von Vodafone Group, kommentiert, man freue sich, den Verkauf des 50-Prozent-Anteils an VodafoneZiggo zu einer attraktiven Bewertung vereinbart zu haben. Die Transaktion liefert 1 Milliarde Euro Cash an Vodafone und bietet Potenzial für weitere Wertschöpfung durch den 10-Prozent-Anteil an Ziggo Group, einem Unternehmen mit größerem Scale.
Die Transaktion unterliegt üblichen Genehmigungen und regulatorischen Freigaben und wird voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2026 abgeschlossen. Die Struktur ermöglicht Vodafone einen geordneten Exit aus dem niederländischen JV bei gleichzeitiger Partizipation am künftigen Wertzuwachs durch die Minderheitsbeteiligung. Die Kombination aus sofortigem Cash-Zufluss, langfristigen Service-Einnahmen und Rollover-Beteiligung ist typisch für strukturierte PE-ähnliche Exits und bietet Vodafone Flexibilität bei der Kapitalallokation. Das geplante Listing der Ziggo Group 2027 könnte Vodafone weitere Exit-Optionen für seine verbleibende Beteiligung eröffnen.




