VW verkauft sein Werk in Osnabrück an den Finanzinvestor Aurelius und das Land Niedersachsen. Statt Autos entstehen dort künftig Komponenten für ein israelisches Flugabwehrsystem.
Die Zukunft des VW-Werks Osnabrück ist besiegelt: Es geht an den Finanzinvestor Aurelius und das Land Niedersachsen, Aurelius übernimmt die Mehrheit. Statt Fahrzeugen werden künftig Bauteile für ein Flugabwehrsystem des israelischen Konzerns Rafael gefertigt, das die Bundesregierung beschaffen will. Osnabrück wird damit das erste ehemalige Autowerk, das komplett in die Rüstungsproduktion wechselt. VW hatte das Aus der Autoproduktion dort bereits 2024 angekündigt.
Aurelius und das Land übernehmen den Großteil der Belegschaft, die Jobgarantie bis 2029 bleibt bestehen. „Mit der heutigen Vereinbarung machen wir einen wichtigen Schritt, um dem Werk eine neue industrielle Zukunft zu eröffnen“, sagte VW-Chef Oliver Blume. Der Deal könnte Vorbild für weitere VW-Werke wie Emden, Hannover oder Zwickau sein, die ebenfalls zur Disposition stehen. Auch Rüstungskonzerne wie Rheinmetall und KNDS suchen bereits gezielt nach geeigneten Autowerken.




