Der Wirtschaftsprüfer trennt sich Anfang 2027 von seiner Immobilienbewirtschaftung und gibt Mandate wie Mitarbeitende an den spezialisierten Dienstleister Privera ab.
Die Bewirtschaftung von Immobilien passt nur bedingt in das Portfolio eines Wirtschaftsprüfers, und genau diese Logik steht hinter der jüngsten Ankündigung. Zum Jahresbeginn 2027 reicht BDO seine Immobilienverwaltung an Privera weiter, einen auf diesen Bereich spezialisierten Dienstleister. Was für die Prüfungsgesellschaft ein Nebenschauplatz war, stärkt beim Käufer das Kerngeschäft. Übernommen werden etwa 250 Mandate sowie 23 Beschäftigte, umgerechnet 21 Vollzeitstellen, die künftig unter neuem Dach arbeiten.
Spürbar wird der Übergang vor allem beim Arbeitsort, denn die bislang in Bern, Zürich und Wetzikon tätigen Kräfte wechseln an die Privera-Standorte Gümligen und Wallisellen, ergänzt um einen von BDO angemieteten Bürotrakt in Solothurn. Inhaltlich hingegen soll möglichst wenig aufbrechen. Die eingespielte Mannschaft bleibt zusammen und bringt ihr Wissen in die bestehenden Abläufe des neuen Trägers ein, sodass die Betreuung der Liegenschaften ohne Bruch weiterläuft.
Für Privera ist die Transaktion mehr als ein einzelner Bestandszuwachs. Das landesweit mit 15 Niederlassungen vertretene Unternehmen gehört seit 2024 zur finnischen PHM Group, einem international aufgestellten Immobiliendienstleister, der über solche Zukäufe systematisch in den Schweizer Markt hineinwächst. Der Fall zeigt damit ein doppeltes Muster der Branche, nämlich die Rückbesinnung der Prüfungshäuser auf ihre Königsdisziplinen einerseits und die fortschreitende Konsolidierung im Immobiliendienstleistungssektor unter ausländischem Kapital andererseits.




