14 Prozent ohne Lernmotivation meldet SD Worx

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March 24, 2026
30.03.2026
2 Minuten Lesezeit

Der HR Puls 2026 zeigt: 58 Prozent der HR-Verantwortlichen kennen ihren Kompetenzbedarf für die nächsten zwei Jahre. Doch 14 Prozent der Beschäftigten sind nicht motiviert, neue Fähigkeiten zu erwerben.

Weiterbildungsbereitschaft gespalten

Der Druck auf Qualifizierung und gezielte Talentnutzung wächst durch digitale Transformation, Fachkräfteknappheit und demografischen Wandel. Die HR Puls Studie 2026 von SD Worx offenbart eine gespaltene Belegschaft: 57 Prozent der deutschen Beschäftigten zeigen Bereitschaft zu Lernen und Weiterentwicklung am Arbeitsplatz. Doch 14 Prozent bringen keinerlei Motivation für den Erwerb neuer Fähigkeiten auf. Parallel dazu verfügen 58 Prozent der HR-Verantwortlichen über klare Vorstellungen zum Kompetenzbedarf der kommenden zwei Jahre. Im Recruiting vollzieht sich ein Paradigmenwechsel: 51 Prozent der Arbeitgeber orientieren Neueinstellungen zunehmend an konkreten Fähigkeiten statt an Jobtiteln. Die Studie dokumentiert erhebliche Diskrepanzen bei Lernunterstützung: 51 Prozent der Beschäftigten fühlen sich gefördert, während jeder Fünfte diese Unterstützung vermisst. Ein Drittel bleibt unentschlossen hinsichtlich der eigenen Lernbereitschaft.

Kompetenzorientierung ersetzt Stellendenken

Die Klarheit über zukünftigen Kompetenzbedarf variiert erheblich: 58 Prozent der HR-Verantwortlichen haben präzise Vorstellungen, elf Prozent fehlt diese Perspektive vollständig, 31 Prozent können den Bedarf aktuell nicht quantifizieren. Der Wandel zeigt sich in der Kapazitätssteuerung: 51 Prozent der Organisationen orientieren sich bei Einstellung und Planung primär an tatsächlich vorhandenen und benötigten Fähigkeiten statt an formalen Positionen und Headcount. Die interne Mobilität bleibt Herausforderung: 32 Prozent empfinden Wechsel zwischen Rollen als unkompliziert, ebenso viele berichten von erheblichen Schwierigkeiten. 27 Prozent der Beschäftigten sehen ihr Talent und Potenzial in der aktuellen Position nicht ausgeschöpft, während 41 Prozent Wachstums- oder Wechselchancen innerhalb ihrer Organisation erkennen. Jan Laurijssen von SD Worx fordert stärkere Sichtbarkeit vorhandener und benötigter Skills sowie reale Wechseloptionen zwischen Teams und Projekten.

Erhebliche Wahrnehmungslücke bei Tools

In der operativen Personalplanung berichten Beschäftigte von praktischen Hürden: 21 Prozent konstatieren fehlende geeignete Technologien für effektive Arbeitsplanung. Eine markante Diskrepanz zeigt sich zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmerperspektive: 56 Prozent der Arbeitgeber attestieren Führungskräften adäquate Werkzeuge für effiziente Kapazitätsplanung – lediglich 13 Prozent der Arbeitnehmer stimmen zu. 17 Prozent der Arbeitgeber definieren Workforce Planning als Top-Priorität für 2026. Die Hauptgründe: ausreichende Personalausstattung und effizientere Organisation (50 Prozent), effektiveres Kostenmanagement (42 Prozent), Bewältigung von Fachkräftemangel und Fluktuation (40 Prozent). Die Erhebung erfolgte vom 27. Januar bis 15. Februar 2026 in 16 europäischen Ländern. Die deutsche Stichprobe umfasste 460 Arbeitgeber und 1.500 Arbeitnehmer.

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