Die Beratungsfirma will Finanzvorstände bei Liquidität und Risiko unterstützen. Ein Branchenveteran mit fast zwanzig Jahren Erfahrung übernimmt den Aufbau.
Horváth verstärkt sich in Wien. Die Managementberater holen Peter Zeller ins Team, um eine Treasury-Praxis aus dem Boden zu stampfen. Zeller hat knapp zwei Dekaden damit verbracht, Unternehmen bei der Steuerung ihrer Geldströme und Finanzrisiken zu begleiten, im Inland wie im Ausland.
Der Zeitpunkt ist kein Zufall. Peter Schentler, der bei Horváth Österreich das Geschäft mit Finanzchefs verantwortet, erklärt die Stoßrichtung: „Treasury gewinnt weiterhin stark an strategischer Bedeutung für Unternehmen – aufgrund gestiegener Zinsen, herausfordernder Finanzierungen, und der Unsicherheit durch die schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Diese Entwicklung wollen wir aktiv mitgestalten und unseren Kunden ein noch umfassenderes Beratungsspektrum anbieten, denn Unternehmen benötigen heute integrierte Lösungen, die Liquidität, Risiko und Technologie zusammen denken."
Lange galt Treasury als Hinterzimmer der Finanzabteilung: Überweisungen abwickeln, Konten abstimmen, Routinejobs erledigen. Das ändert sich gerade. Neue Werkzeuge erlauben Echtzeitblicke auf Kassenbestände weltweit. Algorithmen erkennen Muster, die Menschen übersehen würden, und liefern Prognosen in einer Frequenz, die manuell undenkbar wäre. Wer früher Zahlen zusammentrug, soll heute Strategie mitgestalten. Horváth sieht darin eine Aufwertung. Die Liquiditätssteuerung rücke näher an die Konzernspitze, weg vom Verwaltungsjob hin zur Chefsache.
Mit dem Angebot peilt Horváth CFOs und deren Stäbe an. Die Mischung aus Liquiditätsplanung, Absicherungsstrategien und Technologieeinsatz soll helfen, auch bei holpriger Konjunktur den Überblick zu behalten. Zeller bekommt den Auftrag, das Geschäft hochzuziehen und Kunden aus verschiedenen Branchen zu gewinnen.




